13.03.2018

FAQ: Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) ist eine der wichtigsten Privatversicherungen, weil nur die BUV explizit die eigene Arbeitskraft absichert. Nun gibt es aber Personen, die z.B. auf Grund ihres Gesundheitszustands oder Alters, kein attraktives Angebot mehr erhalten.  Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, wie man Arbeitskraft und den damit verbundenen Lebensstandard preiswert schützen kann, zum Beispiel:

  • Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EUV)
  • Die Grundfähigkeitsversicherung (GFV)
  • Die Schwere-Krankheiten-Versicherung (SKV)
  • Die Multi-Risk-Versicherung (MRV)
  • Die Unfallversicherung (UV)

Die im Folgenden beschriebenen Versicherungsprodukte sollen nicht als echte Alternative zu einer BUV gesehen werden. Denn eine BUV leistet allgemein bereits, wenn die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, während bei den Alternativen bspw. erst der grundsätzliche Verlust der Arbeitskraft eintreten muss. Nichtsdestotrotz ist oftmals es besser eine solche Absicherung zu haben, als gar keinen Versicherungsschutz.

Was sind die „Alternativen“ zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EUV)

Die EUV ist eher als Worst-Case-Absicherung zu betrachten. Für diejenigen, die eine BUV auf Grund zu hoher Beiträge oder gesundheitlicher Hürden nicht mehr erhalten, kann sie aber „alternativlos“ sein. Der Leistungsauslöser ähnelt in großen Teilen dem der Erwerbsminderungsrente der Gesetzlichen Rentenversicherung. Der Versicherte muss dauerhaft außerstande sein irgendeine Tätigkeit im Allgemeinen verrichten zu können. Erst dann wird die versicherte Rente ausgezahlt.  Auf der „Haben-Seite“ stehen dafür in der Regel eine leicht „verkürzte“ Gesundheitsprüfung und ein niedrigerer Beitrag.

Die Grundfähigkeitsversicherung (GFV)

Insbesondere für körperliche und handwerkliche Berufe bietet die GFV einen zumeist günstigeren Versicherungsschutz als die BUV. Sie leistet im Umfang der versicherten Monatsrente beim Verlust bestimmter Grundfähigkeiten, beispielsweise Sehen, Sprechen, sich orientieren oder seine geistigen Fähigkeiten nutzen.  Die Leistung erfolgt dabei ungeachtet der späteren beruflichen Tätigkeit, sofern die körperliche oder psychische Beeinträchtigung voraussichtlich mindestens 12 Monate andauert.

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung (SKV)

Da die SKV keine Einkommensabsicherung in Form einer Monatsrente bietet,  eignet sie sich in der Regel besser als zusätzliche Absicherung zur BUV, EUV oder GFV. Tritt ein bestimmter Schweregrad einer zuvor diagnostizierten Erkrankung ein, wird die Versicherungssumme der Schwere-Krankheiten-Versicherung einmalig ausgezahlt. Zu den berücksichtigten Krankheiten zählen unter anderem Krebs, Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen oder Querschnittslähmungen.

Die Multi-Risk-Versicherung (MRV)

Die MRV bietet Schutz vor Einkommensverlust in Folge einer dauerhaften, körperlichen Schädigung durch einen Unfall, Organschäden oder schweren Krankheiten. Sie kann eine sinnvolle Ergänzung zur BUV, EUV, GFV oder SKV sein und  bündelt verschiedene Absicherungsformen in einem einzigen Tarif. Anders als bei den oben genannten Absicherungsformen, sind die Leistungsauslöser in den Bedingungen jedoch fest definiert und daher medizinisch eindeutig feststellbar. Gleichzeitig bietet die MKV in der Regel aber nicht den gezielt umfangreichen Versicherungsschutz wie die zuvor beschriebenen Produkte.

Die Unfallversicherung (UV)

Erleidet der Versicherte in Folge eines Unfalls eine dauerhafte körperliche Schädigung, so zahlt die private Unfallversicherung (UV) die Versicherungsleistung in Form einer einmaligen Kapital- und/ oder monatlichen Rentenzahlung. Die UV ist, bei rund 9 Mio. Unfällen p.a. in Deutschland (70% in der Freizeit, 30% am Arbeitsplatz), nicht nur für Versicherungsnehmende ohne bezahlbare BUV empfehlenswert.

Fazit

Die wichtigste Möglichkeit der Absicherung der Arbeitskraft bleibt weiterhin die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sollte für Sie – zum Beispiel auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen – eine BUV nicht in Frage kommen bzw. unerschwinglich sein, sollte Ihr  Versicherungsmakler die durchaus existierenden Alternativen prüfen. Er gibt Ihnen hilfreiche Tipps, zum Beispiel zur Arbeitskraftabsicherung über den Arbeitgeber oder zu Sonderaktionen mit vereinfachter Gesundheitsprüfung.

Gern prüfen wir gemeinsam mit Ihnen Ihr persönliches Absicherungskonzept.

Ihr Alexander Kukovic

 

 

Ein Gedanke zu „FAQ: Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung“

  1. Lieber Alexander Kukovic,
    interessanter Beitrag.
    Vielleicht sollten Sie nochmal zweit Tage investieren, um Ihre Sichtweise in diesem Segment noch etwas zu erweitern. Am 15. + 16.06. befassen wir uns zweit Tage mit dem Thema.
    Infos unter http://www.biometrie-expertenservice.de/kongress
    Grüßen Sie mir auch Carlos Reiss,
    Ihr
    Christian Schwalb

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