05.05.2017

Deutschland und sein Rentendilemma

Jeder kennt die Bilder kreuzfahrender Rentner, die ferne Gestade ansteuern und den wohlverdienten Ruhestand genießen. Wer hat nicht auch schon geflucht, insgeheim neidisch, wenn entspannte Pensionäre selbst im dichtesten Berufsverkehr nicht aus der Ruhe zu bringen sind und ihr Premiumfahrzeug mit halber Kraft tiefenentspannt dem nächsten Ausflugsziel entgegensteuern.

Gestört wird diese Idylle vermehrt von ganz anderen Bildern: Ältere Mitmenschen, die sich an Bahnsteigen durch den eilig entsorgten Müll der Reisenden wühlen, auf der Suche nach achtlos weggeworfenen Pfandbehältern. Ähnliches lässt sich verstärkt auch in Innenstädten beobachten. Neu ist diese Verschärfung nicht und ich selbst warnte 2012 in einem Artikel von Zeit Online vor den Folgen der sich abzeichnenden Renten-Sackgasse. So überschreibt die Welt im Oktober 2013: „Immer mehr Rentner auf Sozialhilfe angewiesen“. Fast identisch titelt der Tagesspiegel im April 2016 „Immer mehr Rentner brauchen Sozialhilfe“.

Ursachen seit vielen Jahren bekannt

Dabei stehen uns die wirklichen Probleme erst ins Haus: Die geburtenstärksten Jahrgänge betreten das Renteneintrittsalter erst noch, werden aber spätestens in den Dreißigern dieses Jahrtausends die volle Wucht der Herausforderungen entfalten und das staatliche Rentensystem an seine Grenzen führen. Fachleute mahnen seit vielen Jahren vor den Folgen des demographischen Wandels. Auch die Politik macht sich das Thema begeistert zu Eigen und geht, mit Angstszenarien aufmunitioniert, regelmäßig auf Wählerfang. Nicht wenige erinnern sich an Norbert Blüms erfolgreichen Slogan „Denn eins ist sicher: Die Rente“.

Viele Jahre später hat sich das Problem ungleich verschärft – der demografische Wandel ist beschleunigte Realität. Finanzkrise, sinkende Reallöhne und Nullzinspolitik katapultieren die Zahlen der auf Unterstützung angewiesenen Ruheständler noch zusätzlich in beängstigende Höhen.

Aber auch die Presse kann sich einer Teilschuld nicht entziehen. Private Vorsorge ist „zu teuer, zu statisch, und bietet zu wenig Zinsen“. Plattformübergreifendes Bashing dieser Art geht von einer Runde in die Nächste. Ist es da verwunderlich das die Mehrheit der Deutschen Sparer das Vertrauen in die private Altersvorsorge verloren hat und scheinbar sehenden Auges in die Altersarmut steuert? Das sich selbst in der Mittel- und Oberschicht eine gewissen „Vorsorge-Trägheit“ manifestiert?

Endlich aufwachen!

Während die Politik seit vielen Jahren kapituliert, sich machtlos präsentiert und diverse Schnellschüsse als „die einzige Wahrheit“ propagiert, wächst der Kreis der Mahnenden stetig. Aber zugegeben: Punktuelle Rentenerhöhen und die Senkung des Eintrittsalters auf 63 sind nicht nur aus meiner Sicht die völlig falschen Impulse.

Dabei mangelt es nicht an sinnvollen Vorschlägen und Expertise. Mein Appell: Wie ich bereits in meinem letzten Beitrag betonte, lohnt der Blick über den Tellerrand, auch für kleine und durchschnittliche Einkommen. Nur eigeninitiatives und konsequentes privates Vorsorgen schützt Sie vor der drohenden Altersarmut, inklusive Gang zum Sozialamt. Unabhängige Versicherungsmakler wie Hoesch & Partner verfügen über unabhängiges und breit aufgestelltes Know-how mit dem Blick über den gesamten Markt der privaten Vorsorge. Wir beraten unsere Kunden ganzheitlich und mit dem zweigeteilten Blick für die Ist-Situation, als auch die Zukunft – das ist unser Business.

Mit Vorsorge-Apathie und „die Politik wird’s schon richten“ kommen wir der Lösung keinen Schritt näher. Doch nur Häppchenweise trauen sich die Partei-Eliten aus der Deckung und bestätigen, was Experten seit Langem anmahnen. Doch was soll sich ändern… . Stellen in einer stetig alternden Gesellschaft doch die Älteren die größte Zielgruppe.

Wir sind für Sie da!

Ihr Michael Reeg

 

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