23.12.2016

Weihnachtsgrüße von Rainer Weber

Kategorie(n): Allgemein

Liebe Kunden, Geschäftspartner und Freunde,

wie auch in den Jahren zuvor habe ich mir ein paar Gedanken zum aktuellen Weihnachtsfest gemacht. Ich werde diese Mail in der DU Form verfassen, damit ich meine Gedanken besser transportieren kann.

Die unter Ihnen, mit denen ich im normalen Umgang das SIE pflege, bitte ich an dieser Stelle um Nachsicht.

Die Weihnachtszeit ist eine Zeit in der wir uns vorbereiten auf „die Ankunft“ – ja auf die Ankunft, denn Advent bedeutet Ankunft (wikipedia: ADVENT = lateinisch adventus = Ankunft). Aber auf wen warten wir denn eigentlich, der da kommen soll. Ich finde es immer wieder überraschend, wie selbstverständlich wir mit Worten umgehen, deren tiefere Bedeutung und Entstehung wir gar nicht kennen und noch nicht einmal hinterfragen. In den Medien spricht man von Advent, wir haben einen Adventskranz und singen vielleicht sogar Adventslieder, aber was bedeutet das eigentlich?

Zum Glück haben wir hier Wikipedia, das bei der Erklärung von Advent die Lösung bietet: Advent (lateinisch adventus „Ankunft“), eigentlich Adventus Domini(lat. für Ankunft des Herrn), bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet.

Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert der Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen.

Naja, wenn ich ehrlich bin höre ich derzeit im Radio bei den „einschlägigen“ Sendern eher wenig Adventsmusik. Selbst wenn ich in diesem Jahr auf die Weihnachtsmärkte gehe, ist diese Musik nicht so präsent, wie ich es vor 5 -10 Jahren noch wahrgenommen haben. Bedeutet das vielleicht, dass unsere moderne und aufgeklärte Gesellschaft dieses Warten auf die Ankunft Jesu nicht mehr benötigt? Umso erstaunlicher finde ich es, dass genau in diese Zeit des Advents eine andere Ankunft die Medien überspült. Es ist die Ankunft der vielen Menschen aus dem mittleren Osten oder aus Afrika, die aus der eigenen Heimat flüchten müssen, weil Sie dem Terror und dem Tod im eigenen Land entfliehen müssen. Spannenderweise sind diese Menschen sehr häufig muslimisch geprägt und es entsteht eine Unsicherheit in unserem Land, die ich so über viele Jahre nie erkannt und gesehen habe.

Es entsteht in der Tat die Angst, dass diese Muslime unsere christlichen Grundsätze unterminieren und uns mit dem islamischen Glaubensgut überspülen werden. Viele von Euch kennen mich so gut, dass sie wissen, dass ich sehr im christlichen Glauben verwurzelt bin, daher hat mich diese „neue Angst“ sehr überrascht. Umso dankbarer bin ich hier unserer, in den letzten Wochen, viel gescholtenen Kanzlerin in dieser Fragestellung. In einem Interview in der Schweiz hat Frau Merkel auf diese Angst wie folgt geantwortet (das anschauen lohnt sich; dauert auch nur etwas mehr als 3 Minuten): https://youtu.be/a70vJLUDIXE

Die Zeit in der wir aktuell leben ist nicht mehr ganz so gemütlich wie noch vor 12 Monaten. Das Leid und der Krieg der Welt sind nun ziemlich nahe an unsere Wohnzimmer herangerückt. Es bleibt nicht mehr nur der Blick in den Fernseher oder das Internet, der uns eine gewisse Betroffenheit spüren lässt. Jetzt gehen wir auf die Straße und sehen Menschen in der direkten Nachbarschaft, die aus diesen Ländern geflohen sind. Jetzt haben sich schon die ersten unserer Soldaten aufgemacht, um aktiv in Kriegsgeschehnisse einzugreifen. Die Nachrichtensendungen werden langsam zu einer persönlichen Reality Show direkt in unserem Umfeld.

Zudem häufen sich die Anschläge in unseren Nachbarländern und wie spüren sehr deutlich, dass wir doch nicht alles unter Kontrolle haben, trotz hoher Bildung, Reichtum und Macht. Ich persönlich habe schon vor vielen Jahren die Erkenntnis durch persönliche Erfahrungen gemacht, dass ich nicht alles selbst in der Hand habe. Ich kann eine ganze Menge bewegen, aber es gibt da scheinbar mehr zwischen Himmel und Erde, dass sich meinem Einfluss entzieht. Diese Erkenntnis hat denke ich schon jeder gemacht auch wenn Du kein gläubiger Mensch bist.

Es ist aber gar nicht mein Ziel Angst und Schrecken vor Weihnachten zu verbreiten – NEIN, ich will vielmehr den Blick wieder auf das richten warum wir ADVENT feiern. Wir warten, wie schon seit hunderten von Jahren auf den Erlöser, Jesus Christus. Es wurde in einer Krippe als Mensch geboren, um für uns 33 Jahre später am Kreuz zu sterben.

Warum das notwendig war? Die Bibel gibt uns hier im Johannes Evangelium Kapitel 3, 16 die Antwort:
„Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit JEDER, der an IHN glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Einheitsübersetzung)

Jetzt sind es nur noch wenige Stunden bis Weihnachten. Die einen sind noch so voll mit Arbeit belegt, dass sie an Heiligabend eine emotionale Vollbremsung machen müssen, um in der familiären weihnachtlichen Festtagsstimmung anzukommen. Anderen ging vielleicht schon vor Tagen der emotionale Sprit aus – sie rollen mit letzter Kraft auf die Festtage zu und fragen sich, wie sie die Familienfeier und die vielen Verwandtschaftsbesuche überstehen.

Ich habe hier in den letzten Tagen einen schönen bildlichen Vergleich gelesen: „Mancher gleicht in dieser Adventszeit einer Christbaumkugel – außen viel Glanz, aber innen leer. Ein anderer galt als Wunderkerze und fühlt sich nun ziemlich ab- und ausgebrannt.“

Ich weiß nicht, ob am Heiligabend ein Besuch in einer Kirche oder christlichen Gemeinde zeitlich bei Dir drin ist … Es ist auf jeden Fall hilfreich, die Originalstory von Weihnachten in der Bibel nachzulesen. Mich beeindruckt dabei immer wieder die Vorstellung, dass für die paar Hirten eine himmlische Message angesagt wurde: EUCH ist HEUTE der HEILAND geboren. Mitten hinein in die Arbeit erreicht sie diese Ansage. Vielleicht kannst Du es auch neu hören und annehmen: FÜR MICH – ist der Heiland geboren. Der, der Heil bringt und heilen kann, ist da.

Mit diesem Jesus Christus soll das Fest angegangen und durchlebt werden – egal wie die Familienfete wird. Für ihn – der Gott ist – geht es dabei nicht um äußeren Glanz, sondern um Inhalt. Er macht sogar Frieden möglich, selbst in Familien – sogar in mir und Dir. Dies geht bei ihm über Versöhnung, durch Vergebung von Schuld. Folgendes Stoßgebet nimmt Gott ernst: »Jesus Christus, erbarme dich über mich. Hilf mir.«

Ich hoffe sehr, dass diese Worte einen vielleicht nachdenklichen, aber vor allen hoffnungsvollen Anklang bei Dir gefunden hat. Sollte sich jemand über den Inhalt meiner Weihnachtsmail geärgert haben, tut es mir leid – das war und ist nicht mein Ansinnen mit dieser Botschaft.

Mir ist es einfach wichtig, gerade jetzt, keine stereotypen Weihnachtsgrüße aus Pflichtbewusstsein zu senden, sondern etwas aus meinem Herzen mitzuteilen.

Ich möchte an dieser Stelle jedem Einzelnen für das vergangene Jahr danken.

Danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen
Danke für jeden Austausch, per Mail, per Telefon oder im direkten Treffen
Danke für angenehme aber auch für kontroverse Diskussionen, Gespräche, Telefonate
Danke, dass viele von Euch schon einen langen gemeinsamen Weg mit mir teilen

Jedem Einzelnen wünsche ich von ganzem Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017. Ich freue mich auf ein neues Jahr und bin gespannt, wo sich unsere Wege in 2017 kreuzen.

Herzliche Grüße aus Frankfurt
Ihr / Euer / Dein
Rainer Weber

 

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