08.02.2016

Kategorie(n): Beratende Berufe

Die Karnevalszeit ist für viele Arbeitnehmer eine wahre Freude. Die Jecken und Narren treffen sich in der fünften Jahreszeit, um gemeinsam zu feiern, die Zeit zu genießen oder einfach nur Spaß zu haben. Viele Karnevalsinteressierten nehmen sich deswegen im Februar frei, um nicht an die Arbeit denken zu müssen und in Ruhe feiern zu können. Wer keinen Urlaub übrig hat oder keinen bekommen kann, muss den Arbeitsplatz auch während der Karnevalszeit aufzusuchen. Viele entscheiden sich, trotz der morgendlichen Büropflicht, abends feiern zu gehen. Doch ist es erlaubt, in der Verkleidung für den Abend zur Arbeit zu gehen?

Generell gibt es viele Einschränkungen für die Narren und Jecken in der Arbeitswelt. Auch in den Hochburgen der Karnevalszeit, wie beispielsweise Mainz oder Köln, wird die Arbeit nicht eingestellt. Es gelten weiterhin die üblichen Regelungen. Wir betrachten dieses Thema etwas näher:

Besteht ein Anspruch auf Urlaub?

Ob Main, Düsseldorf oder Köln: Fasching wird in vielen Städten Deutschlands ausgiebig gefeiert. Bereits zu Beginn des Jahres gehen die Urlaubsplanungen los und die Narren und Jecken möchten in der Woche um Rosenmontag natürlich gerne Urlaub nehmen. Doch, wenn sich viele für diesen Zeitraum interessieren, kann es durchaus zu Streitereien und Konflikten kommen. Hier ist es wichtig, die Urlaubstage der Fairness nach zu verteilen. Wer hatte in den letzten Jahren während der fünften Jahreszeit frei? Auch eine Aussprache zwischen den Mitarbeitern kann helfen, Kompromisse zu finden.

In Deutschland ist die Faschingszeit zwar beliebt, einen gesetzlichen Feiertag sucht man aber vergebens. Jeder Tag der Woche zählt als ganz normaler Arbeitstag, sodass Urlaub nach eigenem Ermessen genommen werden muss. Diese Tatsache stört vor allem die Feierlustigen in den Karnevalshochburgen. Deswegen haben viele Unternehmen einen betriebsfreien Tag eingeführt. So können die Jecken und Narren zumindest an diesem Tag die Feierlichkeiten und beispielsweise die Rosenmontagumzüge genießen. Ob und inwiefern ein Unternehmen seinen Mitarbeitern einen freien Tag bescherrt, liegt aber ganz im Ermessen des Unternehmens. Gesetzlich bestehen zumindest keine Verpflichtungen.

Sollte der Arbeitnehmer während der Karnevalszeit über die Strenge schlagen, trotz nicht vergebenem Urlaub fernbleiben oder sogar mit Restalkohol und in unzumutbarer Verfassung zur Arbeit kommen, kann der Arbeitgeber ihn sanktionieren. Neben einer Abmahnung kann bei mehrfachem Auftreten solchen Verhaltens auch eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden.

Wer an Karneval gerne frei haben möchte, sollte deswegen frühzeitig die Regelungen des Arbeitgebers in Erfahrung bringen. Eine Absprache mit den Vorgesetzten ist in solchen Situationen hilfreich.

Dürfen Angestellte Faschingskostüme während der Arbeit tragen?

Diese Frage ist jedes Jahr wieder aktuell. Das Arbeitsrecht hat diesbezüglich aber klare Regeln aufgestellt: Ob ein Mitarbeiter ein Kostüm während der Arbeit tragen darf, hängt von der jeweiligen Position zusammen. Hat der Arbeitnehmer Kundenkontakt, ist von einem Faschingskostüm eher abzuraten. Angestellte, die ohne Kundenkontakt im Büro arbeiten, sollten ihr Vorhaben mit dem Arbeitgeber abklären. In Faschingshochburgen wird der Dresscode in der närrischen Zeit weitestgehend gelockert. Hier können, nach Absprache, auch viele Bankangestellte beispielsweise mit einer entsprechenden Verkleidung auftreten.