12.01.2016

Kategorie(n): Kunstversicherung

Heutzutage wird alles digitalisiert. Egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Mittlerweile gibt es für beinahe jede Lebenssituation- und Lage eine App oder ein anderes technischen Äquivalent. Wir haben unsere Smartphones immer in der Tasche, tragen Fitnessarmbänder ums Handgelenk und synchronisieren unsere Computer mit unseren Handys ohne großen Aufwand. Da stellt sich schnell die Frage, wann die Kunst den Schritt in die Digitalisierung wagt und was das für sie bedeutet.

Wir werden nicht mehr lange warten müssen, so viel ist klar. Die digitale Kunst hat uns schon heute erreicht, jedoch hat sie einen anderen Stellenwert, als es manch einer vermutet. Es sind die Animationen von Filmen, die digital hergestellten Gemälde oder die Kunst, mit Pixeln etwas Wunderbares zu schaffen. Digitale Kunst dieser Art lässt sich jedoch nur schwer ausstellen. Sie kann nur über Umwege, beispielsweise durch eine Installation mit Bildschirmen, in Museen präsentiert werden. Und selbst dann findet in gewisser Weise ein Medienbruch statt, der vom Künstler nicht gewollt ist.

Die Zukunft wird uns digitale Onlinemuseen bringen, in denen wir die digitale Kunst von unseren Rechnern, Smartphones und anderen Geräten aus werden betrachten können. Den ersten Schritt macht die Internetseite „The Wrong“, die Gifs und andere digitale Kunst ausstellt, um den Betrachter die Vielfältigkeit zu zeigen. Der Gründervater und Leiter von „The Wrong“, David Quiles Guilló möchte vor allem den Stellenwert der digitalen Kunst anheben. Während traditionelle Kuratoren bereits mit einer weniger umfangreichen 3D-Animation den Bereich der digitalen Kunst abgearbeitet sehen, hat Guilló eine andere Vorstellung davon. Er möchte der digitalen Kunst den Stellenwert geben, den sie verdient.

Guilló geht mit „The Wrong“ einen ganz neuen Weg. Vorbilder dieser Art gibt es keine, die Resonanz des Projekts hingegen ist sehr groß. Guilló verschafft somit der politischen und poetischen Gegenwartskunst Raum, sich selbst darzustellen und Freunde sowie Bewunderer zu finden!

Mit „The Wrong“ schlägt Guilló einen gänzlich neuen Weg ein. Es bleibt spannend zu beobachten, wie die digitale Kunst in Zukunft ihre Präsentation findet. Ob diese nur online stattfinden wird, bleibt zu bezweifeln. Eindeutig ist jedoch, dass das Verständnis für die digitale Kunst zunimmt, auch dank Guillós Projekt.