21.01.2016

Kategorie(n): Kunstversicherung

Kunst ist nicht nur wunderschön, wichtig für die Gesellschaft und wahnsinnig kreativ. Kunst wird von Menschen geschaffen, die sich Zeit ihres Lebens der Ausübung ihres Handwerks gewidmet haben. Jedes einzelne Kunstwerk hat seinen besonderen Werk. Sei es das vollendete Gemälde, das Fragment eines großen Ganzen oder nur eine Skizze: Je berühmter der Künstler, desto wichtiger wird jeder einzelne Pinsel- und Bleistiftstrich für Interessenten und Liebhaber.

Auch, wenn die meisten Künstler über eine für viele nicht nachvollziehbare Kreativität verfügen, darf ein Aspekt nicht vergessen werden: Sie sind sterblich und hinterlassen nach ihrem Tod ihre Kunstwerke. Da stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit den Künstlernachlässen?

Diese Frage beschäftigte im Jahr 2016 auch eine Reihe von Fachleuten in Köln. Sie kamen zusammen, um über das Thema Künstlernachlässe zu sprechen und Regeln für das Management aufzustellen. Diese sollen künftig die Anforderungen definieren und Unterstützung leisten. Das Problem der Künstlernachlässe ist im Prinzip nicht nur die Kunst an sich: Die Archivierung und Einlagerund der Kunst verstorbener Künstler kostet Geld. Dieses Geld haben die Erben nur im seltensten Fall und, je bekannter der Künstler, desto teurer Versicherungen und Archivierung. Wer jetzt denkt, man könnte die Kunstgegenstände an Museen abgeben, der täuscht sich. Viele Museen verfügen bereits über volle Lager und können keine weiteren Kunstgegenstände mehr aufnehmen.

Der Vorschlag der Experten nimmt vor allem die Künstler in die Pflicht: Diese sollten bereits zu ihren Lebzeiten noch ihre Kunst aussortieren. So können sie festlegen, welche Werke in ihren Augen besonders wertvoll sind und welche unbeachtet bleiben können. Auch besteht noch zu Lebzeiten die Möglichkeit, dass Museen oder Stiftungen lebenden Künstlern die Werke eher abnehmen als später ihren Erben. Das Thema des Künstlernachlasses bleibt ein spannendes Thema. Die Zukunft wird zeigen, wie sich kommende Erben mit dem Thema umgehen und ob Künstler zu ihren Lebzeiten eigene Regelungen treffen.

 

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