10.11.2015

Gastbeitrag: 5 Tipps zur Minderung des Einbruchrisikos

Kategorie(n): Aktuelles, Gastbeitrag

Gastautor: Markus Rupp, Underwriter Art & Private Clients, Hiscox

Den einen freut es, die anderen sehen es eher mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die kalte und dunkle Jahreszeit steht nicht mehr nur vor der Tür, sie hat uns bereits erreicht. Wenn die Tage dunkler werden, steigt auch die Anzahl der Einbrüche deutschlandweit an. Grund genug, einen Blick auf die eigene Sicherheit zu werfen. Markus Rupp, Underwriter & Private Clients bei Hiscox, nennt fünf Tipps, um das eigene Haus oder die eigene Wohnung sicherer zu machen.

Tipp 1: Eine Außenbeleuchtung schreckt potentielle Einbrecher ab

Es ist logisch und diese Sicherheitsmaßnahme ist vergleichsweise einfach und kostengünstig zu realisieren. Einbrecher halten sich in der Regel von Häusern oder Wohnungen fern, die mit einer Außenbeleuchtung versehen sind. Wenn die Außenwand des Hauses ausgeleuchtet ist, sodass Einbrecher keine Möglichkeit haben, sich in dunklen Winkeln oder Ecken zu verstecken, dann  ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen eingebrochen wird, geringer. Achten Sie besonders darauf, auch Kellereingänge, Terrassen und Gartenwege zu beleuchten, um Einbrechern erst gar nicht den Weg zu Ihrem Haus zu erleichtern. Sinnvoll ist in diesem Fall besonders die Installation von Bewegungsmeldern. Achten Sie darauf, dass potentielle Wege der Einbrecher von den Bewegungsmeldern erfasst werden, sodass diese sich im Zweifelsfall durch das Licht ertappt und nicht mehr sicher fühlen.

Tipp 2: Die Simulation der Anwesenheit in Urlaubszeiten

Gerade, wenn Sie länger arbeiten müssen oder im Urlaub sind, ist es wichtig, dass Ihr Haus dennoch bewohnt aussieht. Einige Einbrecher beobachten Wohnungen und Häuser über mehrere Stunden oder Tage, um herauszufinden, ob jemand anwesend ist oder nicht. Sollten Sie sich im Urlaub befinden und sich beispielsweise über einen gewissen Zeitraum hinweg nichts an Ihrem Haus verändern, könnten Einbrecher darauf aufmerksam werden. Deswegen bietet es sich an, Ihre Anwesenheit zu simulieren. Hierbei reicht es bereits, wenn Sie mit Zeitschaltuhren verschiedene Lampen in Ihrem Haus so steuern, dass Sie zu bestimmten Zeiten ausgehen beziehungsweise sich anschalten. Auch die Simulation von Geräuschen, beispielsweise durch ein per Zeitschaltuhr gesteuertes Radio, ist sinnvoll und erhöht die Abschreckung.

Tipp 3:  Türen und Fenster als Einbruchsschutz

Türen und Fenster gelten als Schwachstelle in jedem Haus. Achten Sie bei Ihrer Abwesenheit oder bestenfalls auch nachts darauf, dass Sie immer alle Türen und Fenster geschlossen haben. Egal, ob Sie nur für wenige Minuten oder für eine längere Zeit das Haus verlassen, gekippte Fenster (dies gilt für alle Stockwerke) sind im Auge des Einbrechers offene Fenster. Überprüfen Sie deswegen vor Verlassen des Hauses, ob Sie die Fenster und Türen geschlossen haben.

Eine weiterreichende Absicherung der Fenster und Türen wäre beispielsweise der Einsatz eines einbruchhemmenden Schlosses sowie eines geschützten Profilzylinders. Ein Zusatzschloss mit Sperrbügel hält weiterhin Einbrecher vom Erfolg ab. Bedenken Sie: Je länger ein Einbrecher braucht, um sich in Ihr Haus Einlass zu verschaffen, desto unsicherer wird der Einbruch für ihn. Einbrecher müssen schnell arbeiten können, um nicht entdeckt zu werden.

Ein wichtiger Punkt ist an dieser Stelle auch die Sicherung von Rollläden. Gerade die Kunststoff-Rollläden sind eher als Sichtschutz und nicht als Einbruchsschutz zu verstehen.  Und ein ganz besonderer Tipp: Verstecken Sie niemals Ihren Haustürschlüssel im Garten oder an anderen Stellen draußen. Einbrecher sind äußerst erfahren und kennen jedes mögliche Versteck.

Tipp 4: Wertsachen sicher lagern

Foto: Markus Rupp

Foto: Markus Rupp

Ein Einbruch hat mehrere negative Seiten: Auf der einen Seite können Einbrecher wichtige persönliche Gegenstände entwenden, auf der anderen Seite haben viele Betroffene nach einem Einbruch das Gefühl, sie könnten sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr wohl fühlen. Um den Diebstahl wichtiger Wertgegenstände zu vermeiden, sollten Sie über einen Tresor nachdenken. Dieser sollte möglichst an der Wand befestigt sein, damit der Einbrecher ihn nicht mitnehmen kann. Falls Sie bei der Auswahl des richtigen Tresors Fragen haben, sollten Sie sich unbedingt mit einem Experten zusammentun und diesen um Beratung bitten.

Tipp 5: Nachbarn informieren

Der beste Schutz für Ihr Haus in Ihrer Abwesenheit ist das (geschulte) Auge. Bitten Sie Ihre Nachbarn, Verwandten oder Freunde aus der näheren Umgebung darum, sich um Ihr Haus zu kümmern. Besonders der Briefkasten sollte regelmäßig geleert werden, damit Einbrecher nicht anhand älterer Tageszeitungen erkennen, dass Sie momentan nicht vor Ort sind. Auch kann ein Nachbar dafür sorgen, dass die Rollläden beispielsweise abends runtergelassen und tagsüber hochgezogen sind. Der Blick eines scharfsinnigen Nachbarn erkennt weiterhin auch potentielle Gefahren.

Diese fünf Tipps sollen Ihnen helfen, Ihr Haus nicht nur in Ihrer Abwesenheit einbruchssicher zu machen. Generell gilt: Halten Sie die Augen auf und beugen Sie vor! Heutzutage sind viele Möglichkeiten in Sachen Einbruchsschutz leicht realisierbar und anzuraten.

Foto: Adobe Stock, Brian Jackson

 

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