27.11.2015

Kategorie(n): Kunstversicherung

Die Stadt Frankfurt hat in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern. Das Städl-Museum feiert sein 200jähriges Bestehen und eröffnet damit nicht nur Kunstliebhabern einen Zugang zu interessanten und beliebten Ausstellungen. Besonders die Geschichte des Museums steht in diesen Tagen im Vordergrund: ganz nach dem Thema „Bürgerliches Engagement“. Denn immerhin hat die Stadt das Museum einen besonders engagierten Mitbürger zu verdanken, der nicht nur Kunst liebte, sondern auch frühzeitig erkannte, dass die Vermittlung und die Aufbereitung von Kunst durchaus gesellschaftlich wichtig sind.

Zu verdanken hat Frankfurt das Museum Johann Friedrich Städl. Dieser vermachte in seinem Testament (Version von 1815) das private Vermögen sowie seine Kunstsammlung der Stadt Frankfurt, um ein öffentliches Kunstmuseum zu begründen. Somit zählt das Städl in Deutschland zu den ersten rein öffentlich begründeten Kunstmusen. Der Begriff „öffentlich“ ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig, denn Johann Friedrich Städl wollte von Anfang an die Gesellschaft der Stadt an den Kunstausstellungen Teil haben lassen. Nur durch sein bürgerliches Engagement und die Vererbung des Vermögens sowie einer weitreichenden Kunstsammlung konnte ein heute so wichtiges Museum entstehen.

Mittlerweile hat sich das Städl-Museum zu einer der ältesten und renommiertesten Kunststiftung in Deutschland entwickelt. Das Museum umfasst eine große Kunstsammlung, die mittlerweile über 700 Jahre der europäischen Kunstgeschichte dokumentiert. Die Kunstwerke reichen vom frühen 14. Jahrhundert bis hinein in die jüngste Gegenwart und zeigen sämtliche Stile, Formen und Neigungen der vergangenen Jahrhunderte. Insgesamt zählt die Sammlung rund 3000 Gemälde, 600 Skulpturen, 4000 Fotografien und gut 100.000 Zeichnungen und Grafiken. Besonders bekannt und beliebt, sogar weit über die Grenzen Deutschlands hinaus, sind Werke von Dürer, Rembrandt, Monet und viele weitere.

Ein besonderes Augenmerk legt das Städl-Museum in Frankfurt übrigens auf die wissenschaftliche Aufbereitung der Kunstwerke. Diese sollen nicht nur für die Zukunft im guten Zustand verbleiben, sondern auch kunsthistorisch erschlossen werden. Damit leistet das Städl-Museum einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Kunstgeschicht!

 

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