09.10.2015

Skurrile und sinnvolle Begründungen, warum wir länger arbeiten müssen.

Kategorie(n): Aktuelles, Rente

Nun, manchmal liest man Aussagen, bei denen man sich fragt, ob es sinnvoll ist, dass sie artikuliert werden. So ging es mir in den letzten Tagen beim ifo-Präsidenten  Professor Hans-Werner Sinn. „Rentenalter muss steigen, um Flüchtlinge zu ernähren“, soll er laut eines Artikels der „Welt“ gesagt haben.   Nun, ja, ähm, also… dass die Aufnahme der Flüchtlinge erst einmal Geld kostet, dass es zu vielen Herausforderungen kommt und dass es darüber einer öffentlichen Diskussion bedarf – alles richtig. Aber muss man einen solchen Zusammenhang herstellen, wenn man im Moment noch gar nicht absehen kann, wie viele Menschen zu uns kommen, wie viele Menschen bleiben (dürfen) und welche Auswirkungen das auf Arbeitsmarkt und Sozialsystem hat? Ich meine, das muss nicht sein.

Was man sehr wohl diskutieren muss, weil die Fakten klar und die Auswirkungen berechenbar sind, ist die Frage, welche Auswirkungen die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt auf die Altersvosorge haben. Das hat Dyrk Scherff in einem sehr gelungenen Artikel in der FAZ getan. Gleich zu Beginn stellt Scherff klar, die Rente mit 67 ist nicht das Ende der Fahnenstange, die „Rente mit 70 naht“. Und, dass es so kommt, dafür braucht es gar keine Gesetzesänderung oder eine Anhebung des Rentenalters. Es ist pure Notwendigkeit. Denn wenn am Ende aufgrund der niedrigeren Zinsen weniger Kapital oder Rente rauskommt, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Mehr einzahlen oder länger arbeiten. Beides sind schmerzhafte, aber unvermeidliche Optionen. Wer das für sich persönlich mal nachrechnen will, der ist herzlich eingeladen, das in einem persönlichen Gespräch, telefonisch (069 – 71 70 7 – 540)  oder via Chat zu tun. Die Mitarbeiter von Hoesch & Partner begleiten Sie gerne bei Ihrer Ruhestandsplanung.

 

Foto: Adobe Stock, SZ-Designs

 

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