27.10.2015

Die Online-Affinität der Versicherungskunden steigt

Kategorie(n): Aktuelles, Digitales

Die Diskussion ist so alt wie das Internet und sie wird unabhängig von der Branche geführt: Was und wie viel ist der Kunde bereit, im Internet zu tun. Dass es immer mehr Menschen gibt, die nicht mehr wissen, wie die Atmosphäre in einer Buchhandlung ist, ist ein alter Hut. Und hier ist die Diskussion auch deutlich einfacher: Es geht um zehn bis 25 Euro pro Artikel, das ist nicht existenziell, der Autor ist bekannt oder das Buch wurde vielleicht sogar von einem Freund empfohlen: Was soll schon schiefgehen, zur Not wird das Buch halt zurück geschickt oder landet ungelesen im Regal, der Schaden ist überschaubar.

Anders bei komplexeren Themen wie Versicherungen: Da geht es um mehr Geld und die Folgen sind weitreichend, in Einzelfällen sogar existenziell. Deshalb wird in der Branche und natürlich auch mit Kunden immer wieder die Diskussion geführt, welche Online-Angebote funktionieren werden und bei welchen Fragen der Kunde zumindest eine telefonische oder sogar eine Face-to-Face-Beratung benötigt. Der “Kundenmonitor Assekuranz” des Marktforschungsinstituts YouGov liefert nun neue Ergebnisse: mehr als die Hälfte der Versicherungskunden sind bereit Änderungsmitteilungen, Vertragsauskünfte oder auch eine Kündigung online zu erledigen. Das sind deutlich mehr, als es aktuell tun. Schließt sich also logisch die Frage an, was benötigt die Kundengruppe, um den vorhandenen digitalen Willen in der Online-Realität auszuleben? Das werden uns die Meinungsforschungsinstitute wohl eher nicht sagen können, das müssen wir durch Try-and-Error wohl selbst herausfinden. Aber das ist eine faire Aufgabenteilung, daran arbeiten wir gerne und hart.

Was uns die Umfragen auch noch sagen können: Ca. ein Drittel ist bereit, einen Online-Abschluss zu tätigen, aber es schwankt nach Sparten. Keine neue Erkenntnis. Das bestätigt bisherige Umfragen und die tägliche Praxis. Auch, dass in vermeintlich einfacheren Sparten wie Reiseversicherung oder Kfz-Versicherung die Bereitschaft, Dinge online zu erledigen, größer ist. Geschenkt.

Es kommt auch nicht auf die einzelnen Prozentsätze an. Viel wichtiger ist der allgemeine Trend, dass die Bereitschaft und der Wunsch, Online-Kanäle auch für seine Versicherungsangelegenheiten zu nutzen, stetig steigt. Ob das dann ein bisschen schneller oder ein bisschen langsamer geht, interessiert erst an zweiter Stelle. Oftmals geht es langsamer, als alle wünschen und prognostizieren. Aber der langfristige Trend ist klar: mehr online. Und für alle an langfristigem und nachhaltigem Geschäft interessiert sind, ist das entscheidend. Deshalb entwickeln wir bei asuro kontinuierlich und mit aller Kraft neue Online-Angebote.

 

Ein Gedanke zu „Die Online-Affinität der Versicherungskunden steigt“

  1. Hallo,
    ich denke zwei wichtige Faktoren für die Entscheidung zum Online-Kauf einer Versicherung sind Vertrauen und Transparenz. Der Kunde muss sich absolut sicher fühlen. Dabei hat das Online-Geschäft eventuell sogar ein höheres Potenzial als klassisch in Person. Denn der Kunde kann sich alle Zeit der Welt lassen, vergleichen, mit Freunden und Familie besprechen und gerät gleichzeitig nicht in Zeitdruck. Ob das nun vorteilhaft für einen Versicherungsanbieter ist, sei mal dahingestellt. Doch das bedeutet, dass ein Kunde in Zukunft eventuell lieber eine Versicherung im Internet abschließt als in Person. Um Vertrauen und Transparenz zu schaffen können wie bei den meisten Online-Geschäften Kundenrezensionen und Gütesiegel helfen.
    Das Online-Geschäft darf man, meiner Meinung nach, also auch bei Versicherungen nicht ignorieren.
    Schöne Grüße wünscht kundentests.com

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