07.09.2015

Kategorie(n): Kunstversicherung

Warum gerade Kunstversicherungen so wichtig sind

Eine kleine Unachtsamkeit, kurz das Gleichgewicht verloren und schon ist es passiert: Ein Loch in einem 350 Jahre alten Millionen-Gemälde. Man konnte es letzte Wochen in allen einschlägigen Medien hören und lesen, ein zwölfjähriger Junge stolpert in einem Museum im taiwanesischen Taipeh und stützt sich unglücklicher Weise am 1,5 Millionen Dollar schweren Ölgemälde des Künstlers Paolo Porpora ab. Dabei reißt er versehentlich ein Loch in das wertvolle Kunstwerk.

Natürlich fragt man sich, warum dieses „Missgeschick“ sich so großem medialen Interesse erfreuen durfte. In erster Linie wahrscheinlich, weil der ganze Vorfall auf Video aufgezeichnet wurde. Auch wenn man schnell Mitleid mit dem Jungen bekommt, da sein ungeschickter Fehltritt viral im Internet verbreitet wurde – das Video war sein großes Glück. Denn so war allen Beteiligten schnell klar, es war wirklich ein Unfall.

Diese Tatsache ist so entscheidend, da auf jeden Fall jemand die Haftung für den Schaden übernehmen muss. Die Eltern des Unglückspilzes wären mit Sicherheit weniger erfreut darüber gewesen, die Kosten für die Restauration des teuren Gemäldes zu übernehmen. Dies ist Gott sei Dank nicht der Fall, denn: das Bild ist versichert.

Wer jetzt denkt, dieser Unfall sei ein Einzelfall, der irrt sich gewaltig. Ein weiteres Beispiel ereignete sich kürzlich in Israel. Ein Mädchen besuchte zusammen mit seiner Familie ein Museum in Jerusalem, wo es versehentlich ein 2000 Jahre altes Gefäß umstieß. Das zerbrochene Kunstwerk ist inzwischen wieder repariert und die Eltern des Mädchens waren auch in diesem Fall sehr erleichtert, dass die Kosten für die Reparatur von der Versicherung übernommen wurden.

Diese Beispiele zeigen deutlich, wie wichtig spezielle Kunstversicherungen mit einer ausreichenden Deckungssumme sind. Dies trifft in gleichem Maße auf gewerbliche Anbieter, wie beispielsweise Museen und Aussteller, sowie auf private Kunsteigentümer zu. Gewerbliche Anbieter gehen vor allem dadurch ein großes Risiko ein, dass Sie Ihre Kunstwerke oft ausstellen. Das heißt, viele Menschen befinden sich in der Nähe der Kunstwerke und wie man an den oben genannten Beispielen erkennen kann, passieren Unfälle und Beschädigungen von Kunstwerken schneller als man denkt.

Im Fall von privat Personen sind zwar in der Regel nicht so viele Menschen um die Kunstwerke herum wie in einer Ausstellung, jedoch hat man dort auch weniger Sicherheitsmaßnahmen, wie beispielsweise Absperrungen. Und da jeder auch mal Gäste hat, besteht natürlich auch hier ein gewisses Risiko. Ganz abgesehen von der Möglichkeit, selber einen Schaden zu verursachen. Schäden dieser Art lassen sich zum Beispiel über eine so genannte All-Risk-Police versichern.

Welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen Sie speziell für Ihre Kunstwerke vornehmen sollten, hängt maßgeblich von Ihren individuellen Rahmenbedingungen ab. Am besten ist es daher, sich umfassend von einem unabhängigen Experten beraten zu lassen.

 

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