16.09.2015

Kategorie(n): Aktuelles, Allgemein, Rente

150916_Nachteil-Kinder

 

Als Vater von drei Kindern lese ich solche Artikel immer mit besonderem Interesse. Und wenn dann im Titel der „Welt“ noch ein „krass“ vorkommt wie bei So krass werden Familien bei der Rente benachteiligt“ , dann ist meine Aufmerksamkeit gesichert. Worum geht es? Im Jahr 2014 gab es eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die die Benachteiligung von Eltern mit Kindern darlegt. Da die Tatsache, ob jemand Kinder hat oder nicht bei der der Beitragserhebung nicht berücksichtigt wird, obwohl die Kinder lt. Studie natürlich zusätzlich Geld kosten und ein wesentlicher Faktor sind um das System am Laufen zu halten.

Doppelt gekniffen sind die Eltern – meist sind es die Mütter, die sich um die Erziehung der Kinder selbst kümmern: „ Ihre Kinder finanzieren die Renten der Kinderlosen mit, ohne dass sie dafür einen Ausgleich erhalten. Sie selbst erhalten vielmehr wegen der Kindererziehungszeiten geringere Renten als Männer und Frauen, die durchgehend berufstätig waren.“ Es gibt zwar viele Familienleistungen, auch in der Rentenkasse, wie z.B. die Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Diese Leistungen gleichen den Nachteil aber bei weitem nicht aus.

Der frühere hessische Sozialrichter und Autor Jürgen Borchert wirft der Bundesregierung vor, dass sie diese bereits gerichtlich festgestellte Benachteiligung seit Jahren nicht beseitigt. Ende September kommt es nun vor dem Bundessozialgericht zur erneuten Verhandlung. Ziel ist es,  eine monatliche Entlastung von 200 EUR pro Kind zu erreichen. Das würde aus Sicht der Politiker eine Menge Geld kosten…

Wir werden sehen,  was passiert, wie die Richter urteilen und wie die Politik dann in die Umsetzung geht.

 

{Foto: Adobe Stock, Jakub Jirsák}

 

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