03.09.2015

Kategorie(n): Kunstversicherung

„Warum sammeln Sie Kunst?“ – Diese Frage führt oft zu ausschweifenden Antworten, die viel mehr als den pauschalen Grund verstecken. Die Motive für die Entstehung und Fortführung einer Kunstsammlung können ganz unterschiedlicher Art sein. Hierbei spielen sowohl die persönlichen Beweggründe, die Familientradition als auch der eigene Sammlertyp eine große Rolle: Ein Blick in die bekannten Kunstausstellungen dieser Welt reicht aus, um das gemischte Publikum zu erkennen. Menschen jeder Generation und jedes Geschlechts besuchen in den Metropolen dieser Welt die angesagten Ausstellungen und betrachten mit Begeisterung bekannte Werke sowie Arbeiten der Gegenwartskunst. Kunst ist interessant, aktuell und verleiht dem Betrachter ein Gefühl von Kreativität.

Während der Standardbesucher einer Ausstellung sich in erster Linie für die (einmalige) Betrachtung der Kunst interessiert, verfolgen Kunstsammler andere Ziele. In der Internationalen Sammelstudie von AXA ART „Kunst sammeln und besitzen“ (2014) werden die Motive und Sammlertypen treffend charakterisiert. Nicht jeder Kunstsammler begibt sich, laut der Studie, aus gleichen Gründen auf die Suche nach neuen Fundstücken und erweitert seine Sammlung kontinuierlich. Die Motive hängen mit dem persönlichen Sammlertyp zusammen und sind äußerst different. Lediglich ein Motiv haben alle Kunstsammler gemeinsam: Das Interesse und die Freude an Kunst ist ungebrochen.

Die drei Kunsttypen und ihre Motive

Laut der Internationalen Sammelstudie von AXA ART (2014) lassen sich Kunstsammler in drei Kunsttypen unterscheiden: Auf der einen Seite stehen die passionierten Kunstbegeisterten, die in ihrer Liebe und Leidenschaft zur Kunst ihre Sammlung erweitern. Sie sehen in ihrem Dasein als Kunststammler einen kreativen Ausgleich zum Alltag und genießen sowohl den Prozess der Anschaffung als auch die letztliche Beobachtung des Kunstwerkes. Auch die Motivation dieses Kunsttypus lässt sich leicht formulieren: Tatsächlich spielt die Liebe und Leidenschaft zur Kunst dem Kunstbegeisterten in die Karten. Sein Wunsch nach Ausgleich und auch der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit sind ihm wichtig.

Als zweiten Kunsttypus führt die Internationale Sammelstudie (2014) den Bewahrer auf. Dieser Sammlertyp ist eher als ehrenwerter Fortführer einer Familientradition zu begreifen. Die Tradition umschreibt auch sein Hauptmotiv: Neben der Erhaltung des kulturellen Erbes stehen auch die Schönheit der Kunstwerke und der Wunsch nach Austausch im Zentrum. Der Bewahrer zählt zu den kunsthistorisch bewanderten Sammlern, die sehr viel Wert auf Qualität legen.

Der dritte Typus kristallisiert sich seit einigen Jahren heraus. Die Gruppe der Investoren sieht in Kunstsammlungen eine Möglichkeit der Investition und der Erweiterung des persönlichen Portfolios. Die Tendenz dieser Entwicklung ist auch in den zahlreichen Webseiten und Informationsmöglichkeiten zum Thema zu erkennen. Auch in diesem Magazin wurde bereits über die Möglichkeit der Investition in Kunstwerke berichtet (nachzulesen im Artikel „Rembrandt statt Riester? – Kunst als Investition“).

Die eigene Kunstsammlung: Lieber sicher!

Neben der Erweiterung der eigenen Kunstsammlung ist natürlich auch die Versicherung der Gemälde, Skulpturen und anderen Kunststücke ein wichtiges Thema. Alle drei Kunsttypen legen großen Wert darauf, Teile beziehungsweise die komplette Sammlung zu versichern. In Kooperation mit passenden Versicherungspartnern und einem individuellen Versicherungsschutz können Sammler nicht nur den materiellen, sondern auch den familiären und persönlichen Wert der Kunststücke schützen.

 

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