20.05.2015

Kategorie(n): Aktuelles, Allgemein

150520nachhaltigWir alle kennen sie, braun, zuckersüß und in manchen Situationen das beste Getränk der Welt: Coca-Cola. Jetzt ist Coca-Cola wieder in aller Munde. An jeder Tankstelle sieht man die neuen Plakate zu Coca-Cola Life – die neue Cola , die natürliche Cola, die grüne Cola, die nachhaltige Cola. Gesüßt mit Stevia soll diese Coca-Cola die eigene Natürlichkeit öffnen.

Ob dieses so wird, bleibt abzuwarten. Das neue Getränk spiegelt aber ein stetig ansteigendes Interesse an einem bewussteren Lebensstil wider. In vielen Bereichen ist dieses schon seit Jahren gelebte Praxis: Wir nutzen Strom aus Sonnenenergie. Wir achten auf die Energieeffizienzklasse unserer elektrischen Geräte. Wir fahren Elektroautos. Wir kaufen bio.

Aber wussten Sie auch, dass der Markt für nachhaltige Investments in den letzten Jahren stetig wächst? Mehr als 20 Mrd. Euro waren nur in Deutschland Ende des Jahres 2011 in nachhaltige Geldanlagen investiert. Die Wachstumsrate betrug von 2005 bis 2012 26,7% p.a.. Aus der steigenden Nachfrage lässt sich ableiten, dass die Anleger die Werte, die ihnen im Privatleben wichtig sind, auch in der Kapitalanlage berücksichtigen wollen. Aber was sind überhaupt nachhaltige Kapitalanlagen?

Es gibt bis heute keine allgemein akzeptierte Definition des Begriffs „Nachhaltigkeit“. Wikipedia liefert folgende Erklärung für das Wort: „Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.“

Wie lässt sich aber der Begriff auf die Geldanlage übertragen? Nachhaltige Anlagen unterstellen bei ihrer Investition bestimmte ökologische, ethische und soziale „Ausschluss-/Positivkriterien“, die seitens des Fondsmanagements bei der Geldanlage berücksichtigt werden.

Beispiel „Ausschluss-/Positivkriterien“

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Mit gutem Gewissen investieren und eine gute Rendite erzielen. Das klingt doch sehr gut?!

Gastautorin

Judith Pfeifer
Judith Pfeifer

Condor Versicherung

 

Immer wieder wird den nachhaltigen Kapitalanlagen aber unterstellt, dass ihre Rendite deutlich schlechter als die von vergleichbaren konventionellen Kapitalanlagen sei. Eine Studie der Steinbeis-Hochschule Berlin aus dem Jahr 2013 beweist aber das Gegenteil: Nachhaltige Anlagen liefern keine schlechteren Ergebnisse als traditionelle. Eine Studie von oekom research aus 2012 belegt sogar, dass die Rendite von „nachhaltigen“ Unternehmen um mehr als 15% über der des Aktienindex MSCI World liegt. Positiv- und Ausschlusskriterien verkleinern zwar das Anlageuniversum eines Fonds, führten aber grundsätzlich nicht zu Nachteilen bei Rendite und Risiko. Und Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Indikator für eine gute Unternehmensführung.

Eine gutes Gewissen und eine gute Performance lassen sich also bei der Kapitalanlage tatsächlich vereinbaren. Das Spektrum der möglichen Anlagemöglichkeiten ist sehr groß. Es reicht von nachhaltig investierenden Investmentfonds über die Investition in Baumplantagen, Wohnungsgemeinschaften für Demenzkranke oder alternative Energieformen bis zu Versicherungslösungen mit nachhaltiger Anlage. Wenn Sie sich für nachhaltige Kapitalanlagen z.B. in einer Fondspolice interessieren, können Sie bei Hoesch & Partner gerne online oder telefonisch (069 – 71 70 7-540) gerne einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren