16.04.2015

Kategorie(n): Kunstversicherung

An diesem Wochenende ist Köln wieder der Nabel der Kunstwelt, zumindest der europäischen, aber sicher auch darüber hinaus. Zu zehntausenden pilgern die Kunstinteressierten zur Art Cologne. Eigentlich bin ich kein Zahlenmensch – Buchstaben und Worte sind mir näher. Aber als Versicherungsmensch habe ich natürlich eine Zahlenaffinität. Und um Entwicklungen zu verdeutlichen, auch solche auf dem Kunstmarkt, sind Zahlen ein gutes Vehikel. Und die Entwicklung und die Zahlen der Kunstbranche sind beeindruckend.

An der ersten Kunstmesse in Köln, damals noch unter dem Namen Kunstmarkt Köln, im September 1967 im Kölner Gürzenich nahmen 18 deutsche Galerien teil. Es kamen 15.000 Besucher und es konnte ein Umsatz von ca. 1 Million Deutsche Mark generiert werden. Für die damalige Zeit ein großer kommerzieller Erfolg. Die Preise pro gehandeltem Objekt lagen zwischen 20 DM und 60.000 DM.

Die erste Art Basel fand 1970 statt, als direkte Reaktion auf den Kölner Kunstmarkt. Sie war aber von Beginn an international ausgerichtet: An der Messe nahmen bereits 90 Galeristen aus zehn Ländern teil, nach eigenen Angaben wurden 16.300 Besucher angezogen. Mit einem Umsatz von 5,8 Millionen Franken war die Veranstaltung ebenfalls ein kommerzieller Erfolg.

Und heute: Die Art Cologne 2014 präsentiert an fünf Tagen 221 Galerien aus 25 Ländern. Es kamen ca. 55.000 Besucher. Die Art Basel präsentierte 2014 an sechs Messetagen 285 Galerien aus 34 Ländern und zeigte Werke von über 4.000 Künstlern. 92.000 Besucher wurden gezählt. Bei der Art Basel wurden im letzten Jahr nach Schätzungen ca. 2,5 Mrd. Schweizer Franken umgesetzt.

Ereignisse wir der Fund der Sammlung von Gurlitt und die damit verbundenen Frage „Was muss wem unter Umständen zurück gegeben werden“ oder „Wo wird wann was ausgestellt?“, werfen immer wieder ein grelles Scheinwerferlicht auf den Kunstmarkt. Gleiches passiert, wenn ein Bild von Richter für einen zweistelligen Millionenbetrag über den Auktionstisch geht.

Für uns als Versicherungsmenschen stellt sich dann – Berufskrankheit – immer wieder die Frage: Wie kann, wie muss das versichert werden? Manchmal wie bei den angesprochenen Themen wie Gurlitt oder Richter ist das eher theoretischer oder vielleicht sogar hypothetischer Natur. Aber steigende Preise am Kunstmarkt wirken sich auch auf den Privatsammler aus! Will ich was verkaufen? Sollte ich mal neu bewerten? Reichen meine Versicherungssummen? Wenn Sie solche Fragen auch bewegen, dann suchen wir gerne gemeinsam mit Ihnen nach Antworten. Informieren Sie sich hier auf unserer Kunstseite oder rufen Sie mich einfach an (069 – 71 70 72 46), dann können wir alles Weitere besprechen.