17.11.2014

Kategorie(n): Allgemein, Rente

einparken-erben-ruhestandsplanungFreitagmorgen im Fitness-Studio: Schallendes Gelächter beim Blick aus dem Fenster. Eine ältere Frau versucht ihr Auto in eine Parklücke zu bugsieren. Die Fahrerin ist schon älteren Semesters und diese Zeremonie wiederholt sich jeden Tag, ja jeden Tag! Warum? Das frage ich den Trainer auch und er erläutert mir folgendes: „Die ältere Dame hält sich damit Ihr Erbe warm. Sie hat das Haus einer Insassin des Pflegeheims (direkt neben dem Fitness-Studio gelegen) geerbt, die ironischerweise jünger ist als sie selbst, und ist dazu verpflichtet, sich um diese Dame zu kümmern. Zum Leidwesen des Pflegepersonals erscheint sie nun jeden Tag und mischt sich in alles und jedes ein.“

Nun ist die Einparkerei immer noch irgendwie lustig, aber die ganze Geschichte eher traurig. Und sie wirkt viele Fragen auf was die Zukunft jedes einzelnen Anbetrifft, aber auch in einer gesellschaftlichen Dimension. Ein Philosoph würde vielleicht Fragen: „Wie wollen wir denn leben?“ Eine große Frage, die hier nicht in ihrer Gänze beantwortet werden soll. Aber einige Aspekte aus unserem Beratungsalltag können wir durchaus mal ansprechen, da sie wichtige Teilaspekte betreffen.

  • Das Thema Pflege wir nach wie vor unterschätzt. Bei der besuchten Heimbewohnerin scheint genug Kapital und / oder Liquidität vorhanden zu sein, dass sie sich einen Pflegeplatz leisten und dennoch ein Haus vererben konnte. Oder hat sie vererbt, um das Haus „in Sicherheit zu bringen“? Von außen nicht zu beurteilen. Aber die Frage bleibt: Wie sind sie für den Pflegefall abgesichert?
  • Immobilienbesitz insgesamt ist eine ehe illiquide Anlage. Und von der landläufigen Meinung, dass das Häusle in jedem Fall vererbt wird, müssen sich viele in Zukunft verabschieden. Das darin gebundene Kapital muss vielleicht entspart werden, um den Lebensstandard zu halten oder eine Situation wie den Pflegefall finanziell zu bewältigen. Das wird dann meist sehr emotional, denn das eigene Häusle ist etwas Besonderes. Haben Sie darüber schon mal nachgedacht?
  • Wer kümmert sich um was? Stichworte wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Schon mal gehört? Vielleicht. Aber wirklich im Detail geregelt, mit den engsten Verwandten oder Freunden schon mal darüber gesprochen? Wie sollen wir das machen? Wie macht Ihr das?

Fragen über Fragen, die wir in unserer Ruhestandsplanung mit Ihnen nicht alle beantworten können, manche dürfen wir gar nicht, da benötigen Sie einen Rechtsanwalt oder einen Notar. Aber sensibilisieren können wir Sie dafür und eine systematische finanzielle Planung erstellen. Das bekommen wir in jedem Fall sehr gut hin. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen persönlichen Termin.