21.10.2014

Kategorie(n): Allgemein

zukunft-erlebenStefan Schinnenburg hat heute einen exzellenten Vortrag über die Lebensversicherung gehalten. Es ging um Garantien, Anlagemodelle und das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG). Aber es ging auch um Eichhörnchen und SUVs. Alle waren sich einig, dass der Vortrag inhaltlich sehr anspruchsvoll war und in einem äußerst rasanten Tempo vorgetragen wurde. Aber zwei Bilder bleiben hängen:

Das Eichhörnchen fragt nicht nach Rendite, es verbuddelt im Herbst seine Nüsse, sonst ist es im Frühjahr tot. Was hat das mit Altersvorsorge zu tun? Im Moment einiges, denn viele sagen, dass es sich angesichts der niedrige Zinsen aktuell nicht lohne zu sparen. Das ist ein fataler Trugschluss. Denn wer nichts spart, hat im Alter auch nichts. Deswegen kann unsere Message nur lauten: »Trotz oder gerade wegen der niedrigen Zinsen muss für die Altersvorsorge vorgesorgt werden.« Wer nicht spart, kann es nur machen wie das Eichhörnchen, das nichts verbuddelt hat. Er kann versuchen, die Nüsse zu finden, die andere verbuddelt haben. Schinnenburg nannte das mit einem Schmunzeln eine andere Form von Sozialismus.

Das zweite Bild ist das eines amerikanischen SUVs, tonnenschwer, 500 PS stark, der aber im angegebenen Verbrauch bei nur 11,5 Liter liegt. Wie kommt das? Der Verbrauch wird im Labor ermittelt, bei konstant 90 km, jede Fuge des Autos wird verklebt, es wird schlicht optimiert für diese Aufgabe. Also hat die Angabe nichts mit Fahren in der Realität, im normalen Verkehr zu tun. Wo ist der Link zur Versicherungswirtschaft? Manche Hochrechnungen sind bei Fondspolicen immer noch mit 12 – 15 Prozent unterwegs, manche rechnen bei 3-Topf-Hybrid mit 9 – 10 Prozent hoch. Das macht wenig, denn es hat nichts mit der Realität am Kapitalmarkt zu tun. Umso wichtiger, dass wir als Makler solche Dinge für unsere Kunden transparent machen. Als ehemaliger Geschäftsführer eines Analysehauses, weiß er wovon er redet und kennt die Produkte des Marktes.

Und Schinnenburg erzählt noch eine weitere Geschichte, die mich motiviert. Wenn er seiner Frau samstagmorgens vorschlägt Schuhe zu kaufen, löst das Begeisterung aus. Der Vorschlag eine Pflegeversicherung abzuschließen, löst maximal ein müdes Lächeln aus.

Denn – so Schinnenburg – als Versicherungsbrache verkaufen wir Produkte, die manche Kunden gar nicht wollen und manche Kunden gar nicht wissen, dass sie sie brauchen! Eine spannende Herausforderung.

 

Ein Gedanke zu „Zukunft (er)leben bei ERGO mit Eichhörnchen und SUV“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.