08.10.2014

Kategorie(n): Allgemein

neue-rentner-was-tun-mit-der-zeitEs hört sich beinahe an wie das Paradies: Gesund, unabhängig und genügend Geld auf dem Konto. Praktisch keine Verpflichtungen mehr, die Arbeit für dieses Leben ist getan, in der Familie sind alle selbstständig und stehen auf eigenen Beinen. Was sich für viele anhört wie das Schlaraffenland wird für manche Rentner zum Desaster. Ein Albtraum von unendlich viel Zeit, die gefüllt werden will, ohne Aufgaben, die auf Erledigung warten, Tage ohne Struktur und Ziel.

Die Welt beschreibt in einem Artikel wie intensiv manche neuen Rentner diese Zeit ausleben:

  • Da werden monatelang die Kontinente mit dem Wohnmobil durchmessen. Europa ist der Anfang, aber längst nicht das Ende: Warum nicht das Hymermobil für 3000 EUR nach Südamerika verschiffen und dann in sechs Monaten 90.000 Kilometer runterschrubben.
  • Ehepaare, die in einigen Monaten vier Kreuzfahrten bewältigen und sich danach drei Monate auf einem Campingplatz in Frankreich erholen müssen.
  • Eine Au-Pair-Omi, die von Kanada nach Thailand und dann wieder zurück nach Kanada ging. Jetzt ist sie 69 und bereitet sich gerade auf den Einsatz bei einer Diplomatenfamilie in Australien vor.

Das ist spannend, das ist extrem, wahrscheinlich ist es sogar extrem spannend. Wer auf so ein ausgefallenes Rentnerdasein nicht alleine kommt und sich auch nicht mit Rosenschneiden, Österreichurlaub und Katzenhalten beschäftigen kann, für den gibt es in der Zwischenzeit sogar speziell ausgebildete Coaches. Manchmal bieten Firmen das sogar ihren Managern an. Vor allem dann wenn die Personalabteilung davon ausgeht, dass die mit Vollgas Richtung Ruhestand fahren und der Übergang dann eher einer Vollbremsung ähnelt. Gefolgt von einem Knall in Form der gefühlten Bedeutungslosigkeit ohne den geliebten Job.

Dass es ein ernstes und auch ein in einer gewissen Häufigkeit auftretendes Problem ist, sieht man schon daran, dass es einen eigenen Begriff dafür gibt: den sogenannten Pensionierungstod. Dennoch sei mir eine Randbemerkung erlaubt. Darüber schreibt sich mit einem Augenzwinkern und es liest sich vielleicht sogar mit einem Schmunzeln. Wenn ich allerdings in den Abendnachrichten die Bilder aus Syrien, der Ukraine oder dem Sudan sehen, dann komme ich nicht umhin zu konstatieren, dass unsere Gesellschaft von dekadenten Luxusproblemen befallen ist. Hier läuft irgendwas gehörig falsch, dass Menschen, die mehr als alles haben, was zum Leben nötig ist, nicht mehr zurecht kommen. Traurig aber wahr.

Wir können Sie in diesem Kontext weder Coachen, noch ein Wohnmobil oder eine Reise vermitteln. Was wir bei Hoesch & Partner können, ist gemeinsam mit Ihnen eine strukturierte Ruhestandsplanung erarbeiten, so dass – das Wohnmobil, die Reisen oder das Coaching – nicht dazu führen, dass am Ende des Geldes noch zu viel Leben übrig ist. Das machen wir sehr gerne für Sie. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen entsprechenden Termin.

 

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