29.09.2014

Kategorie(n): Allgemein

allianz-80-millionen-euro-onlineDie Marke Allianz24.de ist noch gescheitert, unter anderem auch am starken internen Widerstand der Allianz-Vertreterschaft. Nun scheinen sich die Kräfteverhältnisse verändert zu haben. Die Allianz baut eine neue Webseite, verkürzt ihre Formulare, dass es auch übers Tablet leichter geht und investiert insgesamt 80 Millionen Euro in den Vertrieb von Versicherungen über das Internet.

Wenn der Marktführer solche strategischen Entscheidungen trifft und Investitionen in Millionenhöhe tätigt, dann kann man da sicher einiges für die Branche ableiten. Hier ein Interpretationsversuch:

  1. Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche ist noch lange nicht zu Ende. Im Gegenteil: Sie hat gerade erst begonnen. In zehn Jahren werden wir hinsichtlich des Kundenverhaltens und der prozessualen Auswirkungen des Internets Dinge sehen, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können.
  2. Die Allianz ist damit keineswegs digitaler Vorreiter. Andere Branchenschwergewichte wie HUK oder ERGO haben mit HUK24 oder ERGOdirekt bereits Marken für das digitale Geschäft etabliert. Aber wenn solche Summen ins Spiel kommen, dann gibt es der Entwicklung in der Branche insgesamt einen Schub.
  3. Die Bedeutung der Vertriebswege verschiebt sich: Der Einfluss der Vertreter nimmt ab und das Internet als Form des Direktvertriebs gewinnt auch bei einem so klassisch aufgestellten Versicherer wie der Allianz an Bedeutung.
  4. Der Gewinner ist der Kunde. Er hat mehr Auswahl, wie er Versicherungen kauft. Wer möchte kann ja weiterhin zum Vertreter gehen. Und es geht ja nicht nur um den Abschluss, sondern es geht auch um Serviceangebote in der Vertragsverwaltung oder beim Schadenmanagement.

Ich bin gespannt über die Auswirkungen und Konsequenzen und freue mich darauf, weiterhin daran zu arbeiten, die Chancen der Digitalisierung zum Wohle unserer Kunden zu nutzen.

 

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