20.06.2014

Kategorie(n): Allgemein

rente67

Als ob die Rente mit 63 nicht schon genug an teurem Irrsinn wäre, folgt nun die Forderung nach der Rente mit 60 – vom DGB. Während sich die Politik zumindest in den allgemeinen Presse-Statements noch dafür aussprach, dass eine Frühverrentungswelle in jedem Fall verhindert werden müsste, macht der DGB, der die Rente mit 60 fordert, daraus keinen Hehl mehr, sondern fordert explizit ein neues Frühverrentungsprogramm. Was soll man da noch sagen, es fehlen einem die Wort.

Worte gefunden – und zwar sehr deutliche – hat Erich Ziehon in einem Leserkommentar auf faz.net. Er gibt der Abküzung DGB eine neue Bedeutung: „Deutscher Gerontokraten Bund“. Wirklich sehr passend und weiter schreibt er: „ Der DGB hat sich zu einem Irrenhaus gewandelt, in dem jeder seine Träume ausleben darf. Dass diese Pläne eine dreiste Ausplünderung kommender Generationen ist, spielt keine Rolle, im DGB-Wolkenkuckucksheim wird fest an den Goldesel geglaubt.  Wer unter 50 ist und einer DGB-Gewerkschaft angehört, dem ist nicht mehr zu helfen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer dass es noch schlimmer kommen könnte, denn der Deutsche Gerontokraten Bund (DGB) lehnt auch die Idee der Flexirente, die es älteren Arbeitnehmern, die weiter Arbeiten wollen oder vielleicht auch aus wirtschaftlichen Überlegungen weiterarbeiten müssen, leichter machen, das zu tun, rundweg ab. Im Wolkenkuckucksheim der DGB-Funktionäre scheint die Realität der deutschen Normalbevölkerung erfolgreich und komplett verdrängt worden zu sein. Auch scheinen Fakten zur demographischen Entwicklung, zum Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern und vom drohenden Fachkräftemangel keinen zu Interessieren. Einfach nur unfassbar.