03.06.2014

Kategorie(n): Allgemein

pflegeversicherungDiskutiert wird das Thema schon lange, im Koalitionsvertrag steht es auch, nun gibt es erste Fakten zur Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung: Es soll bessere Leistungen geben, aber auch höhere Beiträge. Die zweite Stufe der Pflegereform soll 2017 kommen. Man kann also sagen, der Gesundheitsminister Hermann Gröhe hat geliefert. Hier ein Blick auf die Details:

Beiträge: Zum 1. Januar 2015 steigt der Beitrag um 0,3%, im Lauf der Legislaturperiode sollen nochmal 0,2% dazu kommen, so dass dann insgesamt 5 Milliarden Euro mehr pro Jahr für Pflegeleistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung zur Verfügung stehen.

Geld- und Sachleistungen werden um bis zu vier Prozent erhöht.

Häusliche Pflege: Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege sollen ausgebaut werden, eine Kombination dieser Leistungen soll vereinfacht werden.

Pflegestufe 0: Auch hier sollen Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege verbessert werden, davon profitieren vor allem Demenzkranke.

Hilfe im Haushalt: Pflegebedürftige können pro Monat bis zu 104 EUR, Demenzkranke bis zu 208 Euro im Monat für Haushaltshilfe, Alltagsbegleiter oder ehrenamtliche Helfer ausgeben.

Umbaumaßnahmen: Seither gab es rund 2.500 Euro, jetzt gibt es bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme, in einer Pflege-WG gibt es bis zu 16.000 Euro Zuschuss.

Lohnersatzleistungen gibt es bis zu zehn Tage für eine berufliche Auszeit, für den Fall, dass ein Arbeitnehmer kurzfristig die Pflege für einen Angehörigen organisieren muss.

Mehr Pflegekräfte: Die Zahl der Betreuungskräfte in Pflegeheimen soll von 25.000 auf 45.000 steigen, so dass die Betreuungssituation deutlich verbessert werden kann.

Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es die Abgabenlast und die Lohnnebenkosten weiter in die Höhe treibt. Aber nur wenn die Pflegeleistungen entsprechend vergütet werden, ist eine menschenwürdige Pflege möglich. Claus Fussek, ein exponierter Pflegkritiker behauptet laut eines WAZ-Artikels gar: „Schlechte Pflege ist Folter“. Ob man so weit gehen muss, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass die gesetzliche Pflegeversicherung auch nach der Pflegereform nur eine Teilkaskoabsicherung bietet und dass, es weiterhin einer privaten Pflegeabsicherung bedarf, um adäquate Pflege im Fall der Pflegebedürftigkeit zu erhalten.

Leider wird das Thema von vielen Beratern und Kunden weiterhin tabuisiert. Das ist unnötig und kann auch unnötig teuer werden. Daher meine Einladung: Vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin mit einem unserer Consultants – online oder telefonisch (069 – 71 70 71 – 540) und erörtern Sie die Möglichkeiten einer privaten Pflegeversicherung.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.