10.06.2014

Kategorie(n): Allgemein

krankenversicherungAmerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und bringt allerlei Innovationen zu Tage. Ungewollt ist nun Obamacare ein Treiber für einen neuen Weg der medizinischen Grundversorgung. Mit der Krankenversicherung steigt auch der Bedarf an Hausärzten. Laut eines Zeit-Berichts fehlen aber 50.000, Tendenz steigend. Grund dafür ist, dass nun mehr Menschen eine Krankenversicherung haben und damit die Nachfrage nach Hausärzten steigt, die aber nicht da sind.

Innovative Drogerieketten und Handelsriesen wie Wal-Mart haben darauf reagiert und bieten nun Behandlungen im Einzelhandel an. Unter Slogans wie „minute clinic“ oder „at the corner of happy and healthy“ gibt es Hilfe gegen Zeckenbisse, Grippeschutzimpfungen oder ein Mittelchen gegen Erkältung oder Asthma. Einen Arzt findet man dort in der Regel nicht, sondern Krankenschwestern mit einer Zusatzausbildung, die sich „certified nurse practioner“ nennen. Am Anfang sind die eingesessenen Ärzte natürlich Sturm gelaufen und haben den Untergang der Medizin der neuen Welt proopagiert, inzwischen stehen die Zeichen eher auf Kooperation: Die Grundversorgung und die Wehwehchen werden im Supermarkt abgehandelt, die Ärzte konzentrieren sich eher auf die komplizierteren Krankheitsbilder. Die Daten der Supermarkt-Diagnose werden auf Wunsch des Patienten digital zum Hausarzt übertragen.

Mehr Hausärzte wird es so schnell nicht geben, dafür gibt es zu wenig Praktikumsstellen und die Verdienstmöglichkeiten sind gegenüber spezialisierten Ärzten nur halb so hoch. Aufgrund des teuren Studiums starten fast alle mit Schulden in die medizinische Karriere, da ist der Verdienst ein echtes Argument. In den USA sind auch Selbstbehalte sehr verbreitet, so dass die 99 Dollar für die Supermarktbehandlung attraktiver sind als die 150 Dollar, die ein einfacher Arztbesuch im Schnitt kostet.

Und noch eine Entwicklung gibt es: Die Flatrate für den Arztbesuch. Die Kette MedLion behandelt Erwachsene für 79 Dollar im Monat, Kinder kosten 39 Dollar. Es gibt keine Abrechnung mit der Krankenversicherung, das Weniger an Verwaltungsaufwand spart 40 % Kosten. Ist das Innovation, ist das Marktwirtschaft, ist das Ausbeuterkapitalismus? Ich bin gespannt wie das weiter geht.
Eine Flatrate für die Arztpraxis können wir Ihnen nicht anbieten, aber zu einem Wechsel in die Private Krankenversicherung oder dem Abschluss einer Krankenzusatzversicherung informieren Sie unsere Consultants gerne. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 77 – 540) einen Termin.