04.06.2014

Kategorie(n): Allgemein

hausratversicherung-einbruchDie Zahl von 150.000 Einbrüchen pro Jahr geistert seit Tagen durch die Presse, eine gewisse Angst und Beklemmung ist zu spüren. Der Boulevard nutzt solche Themen gerne und kaut sie wieder. Nun ist es nicht mein Thema, das politisch oder gesellschaftlich zu bewerten, aber einige Anmerkungen -auch aus fachlicher Sicht- erlaube ich mir:

  1. Versicherungsschutz überprüfen
    Grundsätzlich unterschätzen viele den Wert, der sich im Lauf der Jahre in einer Wohnung oder einem Haus zusammensammelt, daher besteht immer die Gefahr einer Unterversicherung der Hausratversicherung. Besonders Kleider und elektronische Geräte summieren sich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Summe passt und in den Bedingungen ein sogenannter Unterversicherungsverzicht vereinbart ist. Das bedeutet, dass selbst dann, wenn die Summe niedriger ist als der Wert des Inhalts, bis zur Versicherungssumme geleistet wird.
    Wichtig ist auch, dass das Thema Vandalismus mit eingeschlossen ist, denn ein Großteil der Schäden entsteht nicht nur durch die entwendeten Sachen , sondern auch durch die Dinge, die von den Einbrechern zerstört oder beschädigt werden.
  2. Risikomanagement im kleinen
    Manchmal wundere ich mich bei einem Blick in die Nachbarschaft, wie viele Rollläden im Erdgeschoss bei Nacht offen sind. Niemand würde das als fehlendes Risikomanagement bezeichnen, aber es macht es potentiellen Einbrechern in jedem Fall schwerer. Auch folgende Kleinigkeiten kann man tun:

    1. Türe abschließen, verhindert den Scheckkarten-Trick, den man aus Krimis kennt; Schlüssel innen abziehen, damit man weiterhin von außen mit dem Schlüssel reinkommt.
    2. Keine Fenster im Erdgeschossoffen lassen, wenn man weg ist Ggf. eine Sicherheitstür einbauen lassen
    3. Wenn man Schmuck oder größere Mengen Bargeld im Haus hat, lohnt sich ein Tresor
    4. Wenn man wertvolle Einzelstücke wie Schmuck, Antiquitäten oder teure elektronische Geräte hat, sollte man diese fotografieren und dokumentieren.
  3. Verhalten im Schadenfall
    In jedem Fall die Polizei rufen und bis Sie da ist, nichts anfassen oder verändern. Ebenfalls umgehend eine Information an den Versicherungsmakler bzw. die Versicherungsgesellschaft geben.
 Eine Liste mit einer genauen Beschreibung der entwendeten Dinge ist hilfreich für die Schadenregulierung und die Wiederbeschaffung.
  4. Demographischer Wandel macht auch vor Einbrechern nicht Halt.
    Von den ca. zwei Millionen Tätern, die in Deutschland für die Straftaten verantwortlich sind, sind ca. 155.000 älter als 60 Jahre. Laut eines Berichts der BILD kommen nun also die Rentnerganoven. Aber das ist nicht wirklich überraschend: Die deutsche Bevölkerung wird immer älter, also werden auch die Gauner immer älter.

Wenn Sie Ihre Versicherungen überprüfen und wollen können Sie das mit unseren Online-Rechnern tun: Hausrat und Wohngebäude sind die entscheidenden Verträge, die zumindest den finanziellen Schaden abdecken.

 

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