26.05.2014

Kategorie(n): Allgemein

partgmbb-seminarAm Dienstag, den 20. Mai 2014, fand in den Räumen von Hoesch & Partner in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main bereits die dritte Seminarveranstaltung für Rechtsanwälte statt. Das Thema war diesmal  „Wege zur PartGmbB und dem richtigen Versicherungsschutz“ – eine Bestandsaufnahme! Aufgrund der Aktualität des Themas konnten wir zahlreiche Besucher begrüßen.

Experte Vermögensschaden-
haftpflichtversicherung

Dietrich Stöhr

Assessor iur.

Senior Direktor

Tel. 069/ 71 70 7-118

Im ersten Vortrag von Markus Hartung (Rechtsanwalt und Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession) und einem ausgewiesenen Kenner des Anwaltsmarkt und der Anwaltsszene , gab es zunächst einen Überblick über die möglichen Gesellschaftsformen eines Zusammenschlusses von Rechtsanwälten. Er skizzierte dann den Entstehungsweg der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB), an dem er als Vertreter des Deutschen Anwaltsvereins (DAV) beteiligt war.
Im Ergebnis ist die PartGmbB eine für Rechtsanwälte sehr geeignete Form des Zusammenschlusses, da sie aus Sicht von Hartung die Vorteile der Personengesellschaft mit der Ausschlussmöglichkeit der persönlichen Haftung vereint. Auch der Weg zur Umsetzung und Registrierung ist – wie von Hartung geschildert – denkbar einfach.

Im zweiten Teil des Seminars ging ass. iur. Dietrich Stöhr von Hoesch & Partner auf die doch aktuell noch sehr unterschiedliche Praxis der Versicherer bei der Deckung von Partnerschaftsgesellschaften mit beschränkter Berufshaftung ein. In Stichpunkten waren diese Themen auch schon Inhalt eines Blogs: Wege zur PartGmbB und dem richtigen Versicherungsschutz” – eine Bestandsaufnahme!

Stöhr zeigte am Beispiel der Deckungssummen, der Prämien und der Mitversicherung der Haftung aus Altmandaten, dass es aufgrund der Berücksichtigung nur der „echten“ Partner oder alternativ aller Berufsträger in den drei Punkten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Wichtig ist für die Rechtsanwälte, dass sie insbesondere bei der Deckung der Haftung aus Altmandaten und höchstpersönlichen Tätigkeiten einen ausreichenden Versicherungsschutz haben. Gegebenenfalls sollte man sich diesen seitens des Versicherers explizit bestätigen lassen.

Stöhr führte weiter aus, dass aus seiner Praxis es bei einer Umstellung auf eine Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung in der Regel nicht zu großen Prämienabweichungen kommt. So sind – je nach Deckungssummen – durchaus auch Prämieneinsparungen  möglich. Zu der immer wieder auftauchenden Mehrprämie von  1.750,00 EUR pro Rechtsanwalt wies Stöhr darauf hin, dass dieser Beitrag nur in dem Fall korrekt ist, wo es durch die Umstellung zu einer Deckungssummenerhöhung von 250.000,00 EUR/4fach auf 2,5 Mio EUR/4fach kommt.

 

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