30.04.2014

Kategorie(n): Allgemein

rentier-floureszierend[Gastbeitrag von Vera Gäng | Hoesch & Partner]

Der heutige Blog ist das Debut unser Praktikantin Vera Gäng, die als Studentin der Kunstgeschichte und Sinologie sich heute mit einem Thema beschäftigt, das für jeden aktuell ist, der abends oder frühmorgens mit seinem Auto durch einen Wald fährt…..

Wer bei Rudolph sofort an ein Rentier mit leuchtender Nase denkt, muss seine Vorstellungskraft ein wenig erweitern.

Um die Verkehrssicherheit in Lappland zu verbessern, setzen die Rentierzüchter nun auf ein neues Verfahren: Sie besprühen die Geweihe der Tiere mit reflektierender Farbe, damit diese für die Fahrer schon von weitem sichtbar sind. Diese Idee kommt nicht von ungefähr: Jedes Jahr gibt es in Finnland 3.000 bis 5.000 Autounfälle mit Rentierbeteiligung. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/rentiere-mit-signal-geweih-lappland-leuchtet-1.1893634, Stand: 28.04.2014)

Bei den etwa 200.000 finnischen Rentieren ergibt das einen prozentualen Anteil von ca. 2 %. Nun ist die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision mit einem Rentier hierzulande zwar niedrig, trotzdem gab es laut des Statistischen Bundesamtes beispielsweise im Jahr 2007 auf Deutschlands Straßen rund 2.800 Verletzte durch Wildunfälle. Versicherungsunternehmen mussten in jenem Jahr rund 447 Millionen Euro zahlen, um für die Schäden aufzukommen. Doch nicht immer zahlt die Versicherung in solchen Fällen. Im Allgemeinen werden Wildschäden zwar von der Teilkaskoversicherung übernommen, die Bedingung dafür muss allerdings ein Unfall mit einem „Haarwild“ sein – also beispielsweise ein Wildschwein, Reh, oder Hase. Demnach sind nur Schäden versichert, die durch einen Zusammenstoß mit dem in Bewegung befindlichen Fahrzeuges passieren.
(Quelle: http://www.jagdnetz.de/naturschutz/achtungwildwechsel/?meta_id=225, Stand: 29.04.2014)

Zum Schluss noch ein kurzer Exkurs in die Türkei, bevor Sie Ihre Kfz-Versicherung noch einmal überprüfen: Dort hat man nämlich mithilfe von Genmanipulation fluoreszierende Hasen gezüchtet – indem man Ihnen ein Gen der Qualle einpflanzte. Wie schon anfangs erwähnt, ist Rudolph nun also nicht mehr der Einzige in der Gattung der „leuchtenden Tiere“.

 

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