12.03.2014

Kategorie(n): Allgemein

gleichmacherei[Gastbeitrag von Matthias Kneißl | Hoesch & Partner]

In einem der letzten Blog berichtete Oliver Mack, dass nach „Unisex“ vielleicht auch bald „UniAge“ kommen könnte.

Spinnt man den Gedanken etwas fort, wären auch Dinge wie „Uni-Job“ und „Uni-Health“ vorstellbar und Versicherer hätten bei der Beitragsermittlung gar keine Möglichkeit mehr, Kunden beispielsweise bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nach dem Beruf zu unterscheiden oder aufgrund Vorerkrankungen abzulehnen.
Nach etwas mehr als 14 Monaten Unisex-Tarifen sollte man nun annehmen, dass – ich nehme als Beispiel die Risikolebensversicherung, da hier der Unterschied am größten war – Frauen und Männer gleiche Beiträge zahlen.

 

Experte Berufsunfähigkeit

Matthias Kneißl

Diplom-Betriebswirt (FH)
gepr. Vermögensberater (BDV)
Vorsorgespezialist (EBS)

Senior Consultant

Tel. 069/ 71 70 7-171

 

Vordergründig stimmt das auch, aber wurde bis 2012 nur Eintrittsalter und Geschlecht sowie Raucher/Nichtraucher abgefragt, so wollen mittlerweile viele Versicherungen einiges wissen, was nun den Beitrag bestimmt: Bildungsgrad, Anteil der körperlichen Arbeit, Hobbies (z. B. Motorradfahren), Hausbesitz, Familienstand und Zahl der Kinder.

Womit auch nach Unisex folgendes möglich ist bei folgendem Zwillingspaar:

  • Er ist Raucher, Single und Maurer mit Hobby Motorradfahren
  • Sie ist Nichtraucherin, verheiratet mit Kind, Rechtsanwältin mit Hobby Lesen

Er zahlt dreimal soviel! Wie soll das dann erst funktionieren bei der bisherigen BU-Kalkulation nach Berufsgruppen, die darauf beruht, dass bestimmte Berufe sehr viel häufiger nicht bis zum Rentenalter ausgeübt werden als andere?

Zahlen dann die Steuerberater genauso viel wie die Dachdecker oder trifft man sich vom Beitrag her in der Mitte? Oder wird auch bald „Gerechtigkeit“ gefordert für Vorerkrankte und analog zum Basistarif der PKV?

Überträgt man dies auf andere Branchen, müssten Autohersteller gleiche Preise für Kleinwagen und Luxuslimousinen nehmen oderder Gastwirt das Filetsteak auspreisen wie die Currywurst und so weiter…

Wenn Sie unter den aktuellen Rahmenbedingungen einen maßgeschneiderten und kostengünstigen BU-Schutz suchen, dann vereinbaren Sie einfach telefonisch (069 – 71 70 7-540) oder online einen Termin mit einem unserer Consultants.