13.03.2014

Kategorie(n): Allgemein

versicherungswirtschaft187 Milliarden Euro haben die Deutschen letztes Jahr für Versicherungen ausgegeben, knapp die Hälfte, nämlich 90 Milliarden, für Lebens- und Rentenversicherungen. Die Beiträge sind je nach Sparte zwischen knapp einem und ca. drei Prozent gestiegen. In einem schwierigen Marktumfeld haben die Versicherer laut des Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Dr. Alexander Erdland, ein respektables Ergebnis erzielt. „Die deutschen Versicherer haben sich im Jahr 2013 gut behauptet.“ Besondere Herausforderungen sind mit der anhaltenden Niedrigzinsphase und den zum Teil hohen Schadenleistungen durch Naturkatastrophen verbunden.

Die Wetterextreme Hagel, Sturm und Hochwasser sorgten für nie dagewesene Zahlungen von fast 50 Milliarden Euro. Was zum einen dazu führte, dass die Versicherer einen versicherungstechnischen Verlust von ca. 1,5 Milliarden Euro einfuhren. Zum anderen ist das aber aus volkswirtschaftlicher Sicht ein enormer Beitrag, diese Schäden zu bewältigen, der leider nur als Kostenpunkt kommuniziert wird und nicht als außergewöhnliche Gesamtleistung, die die Bedeutung der Versicherer und ihrer Dienstleistung für eine Volkswirtschaft widerspiegelt. Besonders betroffen waren die Sparten Kfz, Wohngebäude/Hausrat und Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft. Hier ist der größte Teil der Schäden aufgetreten.

Bei den Lebensversicherern ergibt sich eine Verschiebung: Die laufenden Beiträge sinken, die Einmalbeiträge nehmen zu. Vielleicht sogar eine Überraschung bei der schlechten Presse, die die Lebensversicherung im letzten Jahr erhalten hat. Ursache ist hierfür auch die demographische Entwicklung: Es gibt immer weniger „Junge“, die klassisch monatlich für ihre Altersversorgung sparen. Darüber hinaus vollzieht sich in dieser Generation ein Mentalitätswandel, d.h. die Bereitschaft langfristig zu investieren sinkt. Dagegen sind die Babyboomer nun Jenseits der 50 und haben Kapital zum anlegen. In der aktuellen Kapitalmarktsituation sind die Produkte der Lebensversicherer da wohl doch attraktiv – vielleicht einfach mangels Alternative.

Es bleiben jedenfalls spannende und herausfordernde Zeiten für die Versicherungswirtschaft.