11.02.2014

Kategorie(n): Allgemein

jauch-adac

Ein Beitrag von Matthias Kneissl, Dipl.-Betriebswirt (FH), Vermögensberater (BDV), Vorsorgespezialist (EBS) und Senior-Consultant der Hoesch & Partner GmbH.

Vergangenen Sonntag blieb nach dem „Tatort“ der Fernseher an und ich schaute Günther Jauch, Motto seiner Sendung: Alle gegen den ADAC!

Seitdem bekannt wurde, dass die Abstimmungsergebnisse zum „Auto des Jahres“ ein wenig „hochgerechnet“ wurden, ist der Autoclub aus München innerhalb weniger Tage in der öffentlichen Meinung von einer moralischen Instanz bzw. dem Robin Hood der deutschen Autofahrer zum Gaunerverein abgestürzt. Natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn ein solches Abstimmungsergebnis geschönt wird, schließlich sieht es nicht toll aus, wenn die „Wahlbeteiligung“ bei nur knapp einem Promille der Mitglieder liegt, aber es handelt sich hierbei nicht um ein amtliches Wahlergebnis einer politischen Wahl.

Aber wie das so ist, wenn die Lawine einmal ins rollen kommt, dann bleibt es nicht bei einem Skandälchen. Dann kommen schnell ein paar weitere Affären ans Licht der Öffentlichkeit, die ich hier gar nicht erst alle aufzählen möchte…

Absurd wurde es aber, als der Vorwurf aufkam, dass die „gelben Engel“ von ihren Vorgesetzten angehalten werden, möglichst viele Autobatterien zu verkaufen, die dann unerhörter weise genau soviel kosten, wie bei „einer Firma mit drei Buchstaben“, jedoch deutlich mehr als im Internet. Ja soll man sich denn bei einer Panne die Batterie im Internet bestellen, um sie dann nach drei Tagen selbst einzubauen? Spätestens ab diesem Zeitpunkt begann mir der Mann vom ADAC leid zu tun. Das Ganze erinnerte ein wenig an die Situation von uns Finanzdienstleistern, die sich ebenfalls oft entschuldigen müssen, dass sie mit Ihrer Arbeit Geld verdienen.

Als dann Herr Jauch die Arbeitsweise der Pannenhelfer mit der von „provisionsgesteuerten“ Finanzvertrieben verglich, konnte ich nicht mehr sitzenbleiben. Ich gab in eine Suchmaschine „Günther Jauch“ in Verbindung der größten Finanz-Strukturvertriebe ein und erfuhr so, dass er in der Vergangenheit bei mindestens zwei dieser Unternehmen auf Jubelveranstaltungen gegen fürstliches Honorar aufgetreten war.

Nun, sonntags um 21.45 werde ich in Zukunft wieder etwas anderes ansehen…

 

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