27.12.2013

Kategorie(n): Allgemein

jahresende-naht

  1. Wie fällt die Bilanz für das vergangene Jahr aus?
  2. Welche Erwartungen gibt es für das kommende Jahr?

Heute möchte ich diese Fragen mal nicht persönlich stellen – das bewahren wir uns mal für den Montag auf –, sondern für die Versicherungs-Branche.

Da fällt die Antwort auf die Frage sicher leicht und sie fällt auch eindeutig aus: Das Jahr 2013 war eine Katastrophe. In manchen Dingen im Wortsinne, Stichworte; Flut, Hagel, Sturm. Das hat Milliarden an Schäden verursacht und entsprechend sind auch Milliarden Euros an die Versicherten geflossen. Und das ist gut so, denn dafür haben die Menschen Versicherungen abgeschlossen. Auch PR-technisch, war es im Bereich der Lebensversicherung eher schwierig: Niedrigzinsphase, Lebensversicherungs-Bashing im allgemeinen, Riester-Bashing im Besonderen. Das auch hier Milliarden an ordentlich verzinsten Leistungen an die Kunden ausgezahlt werden, nimmt niemand wahr. Für mich daher eine entscheidende Frage? Warum bekommt die Versicherungswirtschaft ihre unbestritten vorhandenen, zum Nutzen der Kunden erbrachten Leistungen nicht kommuniziert? Ich weiß es nicht, werde die Frage aber mit ins neue Jahr nehmen.

Wenden wir uns also der zweiten Frage zu. Was bringt uns 2014? Versicherungskalkulation steht auf zwei wichtigen Säulen: Zum einen Statistiken, zum anderen Szenariotechniken. Zu letzteren möchte ich mal einen Aspekt herausgreifen, nämlich die Frage nach dem worst-case-Szenario, mit dem Versicherer arbeiten. Oder anders formuliert: Was könnte passieren, wenn es ganz blöd läuft?

Hier hat die Unternehmensberatung TowersWatson eine weltweite Erhebung unter Versicherungsführungskräften gemacht und die größten Risiken abgefragt. Die Plätze eins bis drei belegen folgende Szenarien:

  1. Eine weltweite Pandemie
  2. Eine Naturkatastrophe von globalem Ausmaß
  3. Eine Krise bei der Essens-/Wasser- oder Energieversorgung

Als weitere Szenarien wurden genannt: Cyber-Krieg, eine weltweite Rezession, eine Bankenkrise oder der Ausfall eines großen Schuldners. Man sieht daran, dass sowohl langfristig bekannte Themen wie Energieversorgung als auch sehr aktuelle Entwicklungen wie die Risiken eine Cyber-Angriffes eine Rolle spielen.

Für mich ist eine weitere zentrale Ableitung, dass der Bedarf an Versicherungen weiterhin vorhanden und eher zunehmen wird. Er kann sowohl auf volkswirtschaftlicher als auch auf indidividueller Ebene für Firmen und Einzelpersonen einen echten Mehrwert liefern. Die Herausforderung bleibt zum einen, risikoadäquate Produkte anzubieten und unsere Kunden entsprechend zu begleiten, zum andern diese Leistung angemessen und wahrnehmbar zu kommunizieren. Es wird also nicht langweilig in 2014.