11.12.2013

Kategorie(n): Allgemein

versicherungsbeitraege-steigenViele Versicherungen haben Ihre Hauptfälligkeit zum 1. Januar eines Jahres. In der Kfz-Versicherung sowieso, aber auch in anderen Sparten wie Haftpflicht, Hausrat oder Wohngebäude. Im Moment ist also die Zeit, in der die Versicherer viele Millionen Rechnungen verschicken. Und in diesem Jahr werden die Prämien in vielen Bereichen teurer. Das ist nicht schön, hat auch nicht nur mit dem ungebremsten Profitstreben der Versicherungsgesellschaften und ihrer Aktionäre zu tun, sondern dafür gibt es auch sachlich-fachliche Gründe. Einige möchte ich im Folgenden erläutern:

1. Gestiegene Schadenaufwände
Das Jahr 2013 wird als eines der Naturkatastrophen in die Geschichte eingehen. Und das ist für die Versicherungsbranche immer mit hohen Kosten verbunden. Auch wenn Sturm Xaver, dann angeblich doch nicht so schlimm war wie befürchtet, ein paar hundert Millionen Euro wird er die Versicherungen auch wieder kosten. Die Jahrhundertflut hat je nach Schätzung zwischen sechs und sieben Milliarden Euro an Schäden verursacht, die Versicherungsbranche wird um die drei Milliarden Euro an Versicherte zahlen. Und dann war da noch der Hagel, das war zwar regional begrenzt, aber deswegen nicht minder heftig, allein die Sparkassenversicherung muss wohl zwischen 600 und 800 Millionen Euro an Zahlungen leisten. Das zusammen genommen ist eine krasse Menge an Geld. Was so niemand vorausplanen kann und was deshalb zu Beitragserhöhungen führt.

2. Sinkende Zinserträge
Was in der Presse eher im Rahmen der Lebensversicherer diskutiert wird, ist auch in anderen Sparten ein Thema, wenn auch mit geringeren Auswirkungen. Der Ertrag eines Versicherers wird vor allem aus drei Quellen gespeist. Operatives Geschäft: Wenn weniger für Schäden gezahlt werden muss als kalkuliert. Kosten: Wwenn der Versicherer sparsamer wirtschaftet als kalkuliert. Kapitalerträge: Wenn das angelegte Geld der Versicherten Zinsen erwirtschaftet. Da die Zinsen immer geringer werden, schmälert das die Einnahmen des Versicherers. Auch diese Entwicklung kann zu steigende Beiträgen beitragen

3. Chronisch Defizitäre Sparten
Was sich zuerst seltsam anhört, ist aber seit Jahren weit verbreitet in der Branche. Insbesondere in der Kfz-Versicherung wird aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit mit extrem knapp kalkulierten Beiträgen, mit denen die Ausgaben nicht gedeckt werden können, hantiert. Das geht auf die Dauer nicht gut und führt dazu, dass die Beiträge angepasst werden.

4. Individuelle Besonderheiten
Bleiben wir bei den Autos und nehmen ein BMW X6. Das ist – für mich völlig unverständlich – eines der meistgeklauten Autos in Deutschland. Böse Zungen behaupten, es würde den Stil und Style in osteuropäischen und vorderasiatischen Staaten sehr gut treffen. Jedenfalls haben wir den Beitrag für so ein Auto kürzlich berechnet. Jahresbeitrag zum 1.12.2013 ca. 4.000 Euro, Jahresbeitrag zum 1.1.2014 ca. 7.000 Euro. Was sich schon fast nach Wucher anhört, ist schlicht der nackten Diebstahl-Statistik geschuldet. Trotzdem krass.

Also was tun? Jede Beitragserhöhung zieht ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht nach sich. Lassen Sie von unseren Consultants prüfen, ob Sie mit einem Wechsel Geld sparen können, Anruf genügt unter 069/ 71 70 75 40.

 

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