17.12.2013

Kategorie(n): Allgemein

adventskalender-17-2013Freundschaften: „Darf ich Ihnen Herrn Mayer vorstellen?“ – „Nein, danke, ich kenne schon genug Leute!“ Wahrscheinlich hast du noch nie jemanden so auf einer Party- oder Networking-Veranstaltung abserviert. Aber auch die Statistik belegt, dass wir in Beziehungsfragen eher ein Qualitäts-, denn ein Mengenproblem haben: Ein durchschnittlicher Mitteleuropäer trifft jede Woche 500 Leute – das reichte im Mittelalter für ein ganzes Leben.
Wenn wir also so viele Leute kennen, warum kennen uns dann so wenige Menschen wirklich? Ja, das Leben ist kompliziert, schneller, oberflächlicher geworden. Aber diese Antwort mag ich nicht.

Nach meiner Einschätzung liegt es viel mehr daran, dass wir davon ausgehen, dass gute Beziehung einfach passiert, sich tiefe Freundschaften eher zufällig entwickeln. Das halte ich für einen Trugschluss. Deshalb lade ich dich ein, deine Beziehungen ein bisschen zu sortieren und zu kategorisieren. Wo sind deine zwei, drei wirklichen Freunde? Warum nur so wenige? Weil du mit mehr Menschen gar keine tiefe Freundschaft pflegen kannst, dafür reicht schlicht die Zeit nicht. Und was tust du dafür, echte Freunde zu gewinnen und die Freundschaften mit ihnen zu pflegen? Nichts?! Dann ist es nur logisch, dass du keine wirklichen Freunde hast. Kennst du das: Du begegnest einem Menschen und fühlst dich hinterher irgendwie leer und ausgesaugt. Dann triffst du einen anderen und fühlst dich inspiriert und ermutigt. Das ist der Unterschied zwischen Plus- und Minusbeziehungen. Die einen geben dir etwas, die anderen saugen dich leer. Das Gute daran: Beziehungen, die alle Beteiligten als positiv empfinden sind möglich. Wichtig ist , die Plusbeziehungen zu identifizieren und zu pflegen, die Minusbeziehungen auch mal zu eliminieren