15.12.2013

Kategorie(n): Allgemein

adventskalender-15-2013Seele, Geist, Herz … je nach Menschenbild werden diese Begriffe teils ergänzend, teils überschneidend verwandt. Für mich ist der menschliche Geist so bedeutend und eigenständig, dass er wie von Covey vorgeschlagen einer besonderen Pflege bedarf. Nun mag der Gedanke, deinen Geist zu pflegen, beinahe befremdlich klingen. Das liegt vermutlich aber vor allem daran, dass uns diese Übung fremd geworden ist.

Es gibt in allen spirituellen Traditionen geistliche Übungen, die genau dafür da sind: Deinen Geist zu schärfen und zu erfrischen. Wie kann das nun konkret aussehen? Ich möchte exemplarisch drei geistliche Übungen anregen.

Schweigen: In unserer lauten Welt beinahe ein Anachronismus. Aber gerade deswegen so wertvoll. Versuche dich mal für einige Minuten vom Lärm dieser Welt abzuschotten und einfach stille zu sein.

Musik hören: Wir haben immer öfter die Stöpsel im Ohr oder werden aus Lautsprechern beschallt. Oft nehmen wir die Musik gar nicht mehr wahr, sie geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus. Musik hat etwas Inspirierendes, das gerade unserem Geist guttut (nicht umsonst gibt es das Genre der geistlichen Musik). Aber auch dafür braucht es eine bewusste Entscheidung, sich hinsetzen und bewusst die Zeit nehmen, Musik zu hören.

Gebet: Vielleicht fällt es dir schwer, selbst ein Gebet zu formulieren. Macht nichts, denn es gibt viele hilfreiche Vorlagen von formulierten Gebeten, die du nutzen kannst. Eine der ältesten Sammlungen von Gebeten sind die Psalmen der Bibel. Probiere es einfach aus und lass dich von der Aktualität der Texte überraschen