21.12.2013

Kategorie(n): Allgemein

adventskalender-21-2013Das riecht ein bisschen nach Hedonismus, nach absoluter Unabhängigkeit, nach bloßer Selbstverwirklichung. Das kann passieren, wäre aber ein krasses Missverständnis. Den eigenen Weg zu gehen bedeutet für mich, aus dem heraus, was meinem Leben Sinn gibt, konsequent zu leben.

Wenn Du Dein Leben reflektierst, deine Ziele und Werte kennst und einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten willst, ist die Gefahr relativ gering, dass Du zum rücksichtslosen Egoisten wirst. Ich glaube, dass die Gefahr, dass Du unter deinen Möglichkeiten bleibst und der Welt damit ein wichtiger Beitrag vorenthalten wird, viel größer ist. Deshalb möchte ich Dich ausdrücklich ermutigen, Deinen Weg zu gehen, es beginnt – auch wenn es banal ist – immer mit dem ersten Schritt. Der ist der schwerste, aber ohne ihn gibt es kein Vorwärtskommen.

Einen Aspekt, der sich auf diesem Weg immer wieder als Hindernis entpuppt, ist die Frage, wie die Kultur Deiner Umgebung ist, und auf Deine Ideen, Dich die persönlich weiter zu entwickeln, reagieren wird. Zum einen kann da die Kultur in einer Region oder die einer Nation eine Rolle spielen, zum anderen hat auch die Familienkultur großen Einfluss. In der deutschen Beamten- und Großkonzernmentalität kann es unter Umständen schwierig sein, sich selbständig zu machen. Auch wenn es zwischenzeitlich allgemein bekannt ist, dass die Lebensstellung bei sogar in einem riesigen Konzern wie Daimler eher unrealistisch ist, kann das in einer Familie, die schon in der dritten Generation „beim Gottlieb“ arbeitet, immer noch als erstrebenswertes Ziel gelten.

Daher lohnt es sich mal drüber nachzudenken, was Dich – vielleicht auch unbewusst – prägt, wie es Dich beeinflusst und wo es Dich vielleicht auch bremst. Das kann plötzlich ganz neue Perspektiven für das Jahr 2014 ergeben.