04.11.2013

Kategorie(n): Allgemein

Letztes Wochenende im Feriendorf im Schwarzwald. Nachdem ich mein Geschirr zurück gestellt habe, schlendere ich mit meinem jüngsten Sohn an der Hand vom Speisesaal in Richtung Ausgang. Mein Blick bleibt an einem Tisch mit Prospekten hängen, wahrscheinlich eine Berufskrankheit. Zum Leidwesen meines Sohnes schaue ich es mir ein bisschen genauer an. Ich lese auf einem fast DIN A4 großen Blatt, das aussieht wie ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel: „Rente sich…“ Da muss ich zugreifen, zur Freude meines Sohnes, ist die Unterbrechung damit beendet, denn die Beute ist gemacht, ausgenommen kann sie dann auch später werden.

Im Ferienhaus angekommen, mache ich mich gleich darüber her. Aus „Rente sich…“ wird „Rente sich wer kann – Ein Spiel für die ganze Gesellschaft“. Nun ist mir auch klar warum meine „Mensch-ärgere-Dich-Assoziation“ gleichzeitig richtig und falsch war: Das Spielfeld ist so ähnlich, aber nicht ganz gleich: Es gibt nur drei Figuren pro Farbe, die man ins Ziel bringen kann. Und es starten auch nicht überall gleich viele Figuren, bei gelb ist es nur eine, bei grün sind es fünf. Das hat was mit den „Echt unfaire Spielregeln“ zu tun – ja so heißt es wirklich in der Spielanleitung. Und weiter heißt es: „Das Besondere ist, dass es nicht genügend Kinder gibt, um alle Rentenfelder zu füllen. Deshalb dürfen Spieler, die keine Kinder im Spiel haben, solange mit anderen Kindern spielen, bis ihre Rente gesichert ist. Spieler mit Kindern haben keine Vorteile, obwohl der Aufwand, ihre Kinder ins Spiel zu bringen und damit über die Runden zu kommen, größer ist.“
Hinter dieser Kampagne steht der Familienbund der Katholiken, der hier zwei rentenpolitische Forderungen artikuliert:

  • Endlich niedrigere Rentenbeiträge für Eltern!
  • Gleiche Kindererziehungszeiten für alle Eltern!

Untermauert werden die Forderungen durch Zitate von Ex-Verfassungsrichter Professor Paul Kirchhof und Alt-Bundespräsident Roman Herzog, die beide die Umsetzung von Verfassungsgerichtsurteilen fordern. Unter anderem das „Trümmerfrauen“-Urteil von 1992. Diese Urteile wurden von der Politik mehr oder weniger ignoriert, einzig in der Pflegeversicherung ist die Forderung in geringem Maße umgesetzt.

Unter www.rente-sich-wer-kann.org kann sich jeder genauer informieren und das Spiel bestellen. Wer bezüglich seiner Rente nicht nur würfeln oder spielen will, den lade ich herzlich ein mit einem Hoesch & Partner Consultant eine Renten– oder Ruhestandsplanung zu machen. Das macht Sinn, egal wie viele Kinder Sie haben. Selbstverständlich berücksichtigen wir auch die gesetzliche Rente und die Leistungen – oder Nicht-Leistungen –, die sie daraus bekommen. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 -540) einen Termin.