15.11.2013

Kategorie(n): Allgemein

debeka-adresshandel-beobachtungen-zu-einem-skandalDie Debeka hat Vertrauensleute in den Behörden sitzen, die Empfehlungen geben und dafür auch noch bezahlt werden. Das ist seit Jahrzehnten so, nicht nur in Einzelfällen, sondern zehntausendfach. Es ist auch nie ein Geheimnis gewesen. Jetzt auf einmal ist es ein Skandal. Das will ich an dieser Stelle gar nicht bewerten, sondern einfach mal beschreiben. Was jetzt anders ist als vor einem oder vor fünf Jahren erschließt sich mir nicht. Dennoch ist es natürlich unbestritten, dass dieser Umstand einer ausführlichen Diskussion und auch der detaillierten Aufklärung bedarf, denn es stehen Vorwürfe im Raum, die durchaus strafrechtliche Relevanz haben könnten.

Meines Erachtens müssen vor allem vier Dinge aufgeklärt werden:

  1. Haben einzelne Beamte – möglicherweise sogar Vorgesetzte oder Mitarbeiter aus den Personalabteilungen – Daten von Kollegen ohne deren Zustimmung weitergegeben? Dann haben wir eine Datenschutzverletzung.
  2. Haben diejenige Beamten, die für die Debeka einen Nebenjob gemacht haben, die entsprechende Genehmigung ihres Dienstherren?
  3. Was wusste der Vorstand von diesem System? Dass er davon wusste, muss vorausgesetzt werden. Wenn – wie das Handelsblatt berichtet- über die Jahre 100 Millionen Euro an Beamte als Tippgeber-Prämien und Provisionen gezahlt wurde, sollte der Vorstand davon wissen, sonst hätte er schlicht seinen Laden nicht im Griff. Was nicht geht, ist jetzt so zu tun, als leb(t)e man im Land der Ahnungslosen.
  4. Und was natürlich auch spannend wird zu erfahren, ist welche leitenden Beamten und Politiker was wussten und gegebenenfalls duldeten?

Kundenzugang ist ein Schlüssel in der Versicherungsberatung. Dass für derartige Kontakte bezahlt wird ist weder neu, noch verwerflich. Aber selbstverständlich muss dabei Recht und Gesetz eingehalten werden. Wenn das nicht passiert, muss das Konsequenzen haben – selbstverständlich auch strafrechtliche. Was für mich ärgerlich ist, sind die scheinheiligen, ganz überraschten, vermeintlichen Nichtswisser sowie die mega-empörten Konsequenzen-Forderer, die jetzt wieder die ganze Branche in einen Sack stecken und wahllos draufhauen.

Aber Jammern hilft nichts, die einzige mögliche und richtige Antwort ist: Als Versicherungsmakler auch heute wieder den bestmöglichen Job für unsere Kunden machen! Daher meine Einladung an alle, die eine Frage rund um das Thema Versicherung haben – egal ob Krankenversicherung, Altersvorsorge oder Haftpflichtversicherung – nutzen Sie die Unabhängkeit, Erfahrung und Kompetenz von Hoesch & Partner. Vereinbaren Sie online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen Beratungstermin.

 

2 Gedanken zu „Debeka-Adresshandel: Beobachtungen zu einem Skandal“

  1. Odulf Meyer sagt:

    Was ist mit der Signal, die seit Jahrzehnten die Adressen der Handwerksmeister erhält, die ihre Prüfung bestanden haben?

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