07.10.2013

Kategorie(n): Allgemein

wiwo-lebensversicherung

Es ist schön wenn, man von einem Geschäftspartner eine Mail bekommt, in der steht: »Dein Blog wurde von der Wirtschaftswoche zitiert – hier der Link, 2. Absatz. «. Zugegebenmassen schlägt dann das Herz ein bisschen schneller, denn das passiert ja nicht jeden Tag. Ein Klick auf den Link, das Zitat ist unverkennbar von mir: »Da ist es wieder, das gern genommene Lebensversicherungs-Bashing«. Mein Herz schlägt noch ein bisschen schneller.

Aber dann macht sich ein bisschen Enttäuschung breit, denn als Quelle wird nur »ein Makler« angegeben, der so jede neue Titelgeschichte zum Thema Lebensversicherung kommentieren würde. Mein Herz schlägt noch ein bisschen schneller. Nicht aus Freude. Nicht aus Enttäuschung. Eher aus Ärger über die Art und Weise wie in einem renommierten deutschen Magazin wie der Wirtschaftswoche von Journalisten wie Niklas Hoyer, Annina Reimann und Silke Wettach (das sind die Autoren des Artikels) über die Versicherungsbranche und ihre Produkte berichtet wird. Und ich sage Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und Ihnen werte Journalisten-Kollegen auch warum:

  1. Zitate mit Quellenangaben: Das ist das kleine Einmaleins des guten Journalismus. Eine Quelle, die man kennt, korrekt anzugeben. Natürlich hat der Journalist das Recht, seine Quellen zu schützen, aber das wäre in diesem Fall nicht nötig gewesen. Ich bin seit mehr als 20 Jahren in dieser Branche und stehe mit meinem Namen afür und dazu. Also der guten Ordnung halber: Der zitierte Makler heißt Oliver Mack, arbeitet bei Hoesch & Partner Versicherungsmakler und bloggt unter www.zwischen-den-Türmen.de.
  2. Verlinkung: Das Medium Internet hat die wunderbare Möglichkeit, einfach auf Quellen und weiterführende Texte zu verlinken. Das bietet dem interessierten Leser die Möglichkeit, sich selbst ein umfassendes Bild zu machen, anstatt mit nur einem Zitat vorlieb zu nehmen. Schade, dass diese Chance nicht genutzt wurde.
  3. »Unversöhnliche Fronten«: Diese Formulierung haben die Autoren gewählt, um das Verhältnis zwischen Versicherern und Vermittlern einerseits und Journalisten und Verbraucherschützern andererseits zu beschreiben. Das finde ich persönlich sehr schade, da es nicht darum gehen kann, Fronten aufzubauen, sondern in einen Dialog zu treten. Aber das fängt schon mal damit an, dass man denjenigen, über den man schreibt, ordentlich zitiert.

Ich bin bestimmt der letzte, der behauptet, das in der Versicherungsbranche alles in Ordnung ist , aber es ist auch nicht so, dass alles nur im Argen liegt. Nachzulesen in meiner kleinen Artikelserie zur Handelsblatt-Serie »Vermittler packen« aus.

Nun, was bleibt zum Abschluss dieses Artikels? Eine Einladung zum Dialog, ganz besonders an die Journalisten von Handelsblatt und Wirtschaftswoche! Nachdem ich nun weiß, dass mein Blog gelesen wird, werde ich mal versuchen, einen persönlichen Kontakt herzustellen. Vielleicht ergibt sich ein Gespräch, ein Gastbeitrag oder auch nur die Aufweichung der angeblich so »verbitterten Fronten«. Wir werden sehen und ich werde weiter darüber berichten.

 

Ein Gedanke zu „Wirtschaftswoche und Handelsblatt: Einladung zum Dialog über Lebensversicherung und Vermittler“

  1. Niklas Hoyer sagt:

    Sehr geehrter Herr Mack, vielen Dank für Ihr Echo auf unseren Artikel! Wir wollten mit diesem Artikel genau den von Ihnen angesprochenen Dialog anstoßen und darauf hinweisen, dass die beschriebenen Fronten letztlich kaum weiterhelfen. Das Zitat von Ihnen sollte hier nur ein Beispiel sein; es erschien uns insofern unangebracht, Sie hier sozusagen als „Frontmann“ namentlich zu nennen. Gerne korrigieren wir dies aber in der Online-Version und nehmen auch einen Link auf. Und wir freuen uns weiter auf Stimmen von Versichersungsvermittler-Seite, denn wir verstehen uns nicht als Kämpfer, auf der einen oder anderen Seite, sondern als unabhängige Journalisten und sind daher jederzeit gerne ansprechbar. Freundliche Grüße, Niklas Hoyer

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