15.10.2013

Kategorie(n): Allgemein

krankenversicherung-kinderarzt
Letzte Woche habe ich zu einer Impfung mit meinem jüngsten Sohn den Kinderarzt besucht. Über das Thema impfen bzw. die Fahrlässigkeit des Nicht-Impfens könnte ich auch mal einen Blog schreiben. Heute soll mal ein Link genügen zu Impfen Info.

Viel spannender und gleichzeitig erschreckender als das Thema Impfen ist das, was mir der Kinderarzt über die aktuellen Entwicklungen bei den Kinderärzten im Raum Stuttgart erzählt hat. Nämlich, dass keiner mehr diesen Job mehr machen möchte, da es immer schwieriger wird ihn auskömmlich auszuüben. Das hat mich mehr als überrascht, um nicht zu sagen schockiert, da ich bisher immer davon ausgegangen war, dass es bei den Kinderärzten nicht zu so solch krassen Kostenfragen kommt. Aber es wurde wohl, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit das vierteljährliche Medikamentenbudget je Kind von 18 Euro auf zwölf Euro gesenkt. In Worten: zwölf Euro! Sicherlich gibt es ein paar Ausnahmen wie chronisch Kranke, aber angesichts der überquillenden Kassen schon ein handfester Skandal. Es stellt sich die Frage, wer so etwas entscheidet? Hier sind die Entscheidungswege zwischen Politik und Kassengremien völlig undurchsichtig. Ein erstes googeln hat nicht wirklich was Erhellendes gebracht, da werde ich mal weiterrecherchieren.

Was ist das Ergebnis? In Stuttgart ist eine Folge, dass dieses Jahr drei Kinderarztpraxen dicht gemacht haben. Zwei haben keinen Nachfolger gefunden, eine hat pleite gemacht. Der Kinderarzt berichtet weiter, dass jeden Tag zwei bis drei Eltern anrufen und Patient werden wollen, macht er aber nicht, da er dafür von den Kassen keinerlei Vergütung bzw. sogar noch Rückbelastungen fürchten muss. Aufgrund der Praxisschließungen sind vielleicht 2000 Kinder in Stuttgart auf der Suche nach einem neuen Kinderarzt. Vielleicht noch dramatischer ist die Lage in Leonberg, einer Stadt mit ca. 45.000 Einwohnern etwas außerhalb von Stuttgart: dort gibt es nur noch einen Kinderarzt. Was also tun?

Wie gesagt, erste Bürgerpflicht ist mal rauszufinden, wer solche Entscheidungen trifft. Das zweite ist rauszufinden, ob es für die eigene Gesundheitsvorsorge nicht vielleicht Sinn machen könnte, in die private Krankenversicherung zu wechseln oder wenigsten eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen. Was eine Krankenzusatzversicherung im ambulanten Bereich, gerade bei Medikamenten leisten kann, muss natürlich gesondert geklärt werden.

Unsere Consultants erstellen gerne ein maßgeschneidertes Angebote für Sie. Denn nur wer ein individuelles Angebot vorliegen hat, kann eine fundierte Entscheidung treffen, welche Form der Krankenversicherung im Einzelfall Sinn macht. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen individuellen Beratungstermin.

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