31.10.2013

Kategorie(n): Allgemein

helloween-versicherungsschutzHeute ziehen sie wieder um die Häuser, klingeln an den Türen und rufen „Süßes oder Saures“! In vielen Häusern schmücken ausgehöhlte Kürbisköpfe mit flackernden Kerzen die Vorgärten und Balkone. Ob dieses Treiben – von Tradition kann zumindest in Deutschland kaum die Rede sein – gefällt oder als amerikanische Verkaufsförderungsmaßname für den Einzelhandel empfunden wird, darf jeder selbst entscheiden. Manche Kostümierung und so furchteinflößend, dass es bei unvorbereiteten Mitmenschen zumindest zu einem krassen Schreck kommen kann.

Was hat Halloween nun mit Versicherungen zu tun? Ganz ehrlich: Am liebsten nichts, denn dann war alles ein Riesenpaß und nichts ist passiert. Allerdings zeigt die Erfahrung leider auch, dass aus einem Riesenspaß schnell ein Riesenblödsinn werden kann, bei dem die Beteiligten dann leider auch auf ihren Versicherungsschutz zurück greifen müssen.

Konkret: Wenn´s kein Süßes oder Saures gibt, rächen sich die Sammler manchmal mit mehr weniger appetitlichen Hinterlassenschaften: Zahnpasta auf der Türklinke, rohe Eier an der Hauswand oder Senf im Briefkasten. Das hört sich alles niedlich an, ist aber genau genommen Sachbeschädigung. Und je nachdem aus welchem Material bestimmte Dinge sind und wie chemisch aggressiv die hinterlassene Masse ist, kann es mit bloßem Abwischen nicht getan sein. Wikipedia schreibt: „Ebenso beklagt wird Vandalismus durch Häuserschmierereien oder Eierwürfe, die zu vermehrten Einsätzen der Polizei an Halloween führen.“ Wenn der Geschädigte hier Ansprüche geltend macht, kann eine private Haftpflichtversicherung hilfreich sein. Jedoch hängt es von der Qualität der Versicherung ab, ob Schäden durch deliktunfähige Kinder (unter sieben) mitversichert sind und ob solche Aktionen nicht als Vorsatz anhesehen werden. Für die Hausbesitzer hingegen kann die Forderungsausfalldeckung wertvoll sein, falls die Eltern der Streichespieler weder Versicherung noch Geld haben.

Andersrum wird in manchen Häusern auch versucht, die Halloween-Besucher mit mehr oder weniger geeigneten Maßnahmen zu vertreiben. Was als geeignet angesehen wird hängt dann von der Fantasie des einzelnen ab: Meine Söhne wollten Eimer mit kaltem Wasser aus dem ersten Stock schütten, in der Zeitung liest man auch schon mal von Warnschüssen, die von älteren Herren, die sich gestört fühlen, abgegeben werden. Auch hier kann eine Privathaftpflichtversicherung notwendig sein – allerdings wird die spätestens bei den Warnschüssen auch nichts mehr helfen.

Wer sich auf der Flucht befindet – unabhängig davon ob er vor Verteidigungsmaßnahmen flieht oder das Weite sucht, weil er die Tür beschmiert hat – kann sich schon mal die eine oder andere Verletzung zu ziehen. Da ist eine gute Krankenversicherung immer gerne genommen.

Last but not least die Kerzen. Da mehr Kerzen draußen stehen ist die Brandgefahr nicht so groß wie in der Advents- und Weihnachtszeit, wo trockene Kränze und Bäume gerne ein Raub der Flammen werden. Dennoch besteht die Gefahr und dann macht eine gute Hausratversicherung in Verbindung mit einer Wohngebäudeversicherung zwar den Kürbis nicht wieder lebendig, aber ersetzt den Brandschaden.

Wer sich fragt, was es mit Halloween eigentlich auf sich hat, mit den irischen Ursprüngen und der Verbindung zu Allerheiligen, dem sei folgender Wikipedia-Artikel empfohlen. Wer es – wie ich – eher mit der abendländischen Kultur des alten Europa hält, der kann auf www.reformationstag.de etwas über den Reformationstag erfahren, der auch auf den 31.10. fällt.