12.09.2013

Kategorie(n): Allgemein

handelsblatt-versicherungs-bashing

Dass das Handelsblatt gerne gegen Versicherer schießt, ist seit dem ERGO-Skandal hinlänglich bekannt und in diesem Fall auch gut und richtig, denn dafür ist die Presse und investigativer Journalismus als vierte Gewalt in einer Demokratie da. Dass auch gerne Vermittler an den Pranger gestellt werden, wissen wir seit der Serie »Vermittler packen aus«. Auch hier wird manches zu Recht bemängelt, manches ist aber einfach auch plump oder einseitig-klischeehaft (siehe meine intensive Auseinandersetzung mit dieser Serie).

Nun geht es also um einzelne Versicherungssparten, in dem Fall die Berufsunfähigkeitsversicherung. Manchmal fragt man sich, ob es nicht besser gewesen wäre – da der Artikel während meines Urlaubs erschien – , gar nichts davon mit zu bekommen. Dann könnte man den Mantel der Unwissenheit und des Schweigens darüber legen, aber so ist es nicht, da ich den Artikel mit der tendenziösen Überschrift „Überschätzt, teuer und wertlos“ gelesen habe“.

Hier meine Anmerkungen dazu, nicht ins letzte Detail, nur die groben Linien. Und diese Anmerkungen schreibe ich als jemand, dessen Gesundheitszustand ihn sowohl in der PKV als auch in der BU zum nicht versicherbaren Risiko macht!

  • Vater Staat hat vor einigen Jahren die Entscheidung getroffen, die gesetzliche Absicherung deutlich zu reduzieren. Dem Autor fällt als Hauptlösung nichts besseres ein, als wieder nach einer staatlichen Pflichtversicherung zu rufen.
  • Den Versicherern wird die Annahme- und die Leistungspolitik vorgeworfen. Natürlich gibt es Fälle, die umstritten sind, aber von einem Versicherungsunternehmen zu erwarten, dass es alles ohne Prüfungzahlt ist weltfremd und schürt völlig falsche Erwartungen beim Leser. Es geht auch darum, das Versicherungskollektiv vor schlechten Risiken zu schützen. Stichwort »negative Risikoselektion«, d.h. die Menschen, die krank sind – und damit ein erhöhtes Risiko haben, berufsunfähig zu werden -, sind viel eher bereit einen solchen Vertrag abzuschließen als der gesunde Durchschnittsbürger. Ebenso muss das Versicherungskollektiv auch vor unberechtigten Leistungen geschützt werden, deshalb die Prüfung. Das ist kompliziert und kann nicht boulevardtauglich vermarktet werden, sondern erfordert Anstrengung beim Autor und beim Leser.
  • Wirklich schwach ist, dass keine einzige Produktalternative behandelt wird: Erwerbsunfähigkeit, Grundfähigkeit, Körperschutzpolice, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Natürlich ist die Absicherung jeweils etwas anders gestrickt, aber dadurch sind auch die Preise und die Gesundheitsprüfung anders.

Unerwartet versöhnlich – aus Sicht des Versicherungsmaklers – wird es dann am Ende des Artikels: Hier wird tatsächlich empfohlen, einen Versicherungsmakler zu konsultieren. Womit haben wir das verdient? Werden wir am Ende noch Freunde, oh du Handelsblatt!?

Dass die Empfehlung – gerade auch für Menschen, die keine ganz unbeschriebene Krankenakte mitbringen – Sinn macht, möchte ich mit folgender Tatsache bekräftigen: Wir haben im Moment Aktionen von drei unterschiedlichen Versicherungsgesellschaften, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne oder mit eingeschränkter Gesundheitsprüfung anbieten. Damit können Sie über Hoesch & Partner ggf. bis zu 2.500 Euro monatlicher Berufsunfähigkeitsrente absichern. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen entsprechenden Beratungstermin. Denn laut Stiftung Warentest ist die Berufsunfähigkeitsabsicherung nach der Privathaftpflicht, die wichtigste Versicherung »wo gibt«.

 

Ein Gedanke zu „Handelsblatt erweitert Versicherungs-Bashing-Aktivitäten“

  1. Karsten sagt:

    Den Artikel des HB muss man wohl in die Kategorie „Spätsommerloch“ stecken. Die BU ist ja schließlich neben der Haftpflichtversicherung die einzige Versicherung, die wirklich uneingeschränkt von Verbraucherschützern, Politikern und der Versicherungsbranche empfohlen wird. Bei solch einer Einigkeit kann man schon davon ausgehen, dass die BU ein gutes Produkt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.