18.09.2013

Kategorie(n): Allgemein

gewalt-in-der-pflege

Man kann in den letzten Wochen und Monaten viel lesen und hören rund um das Thema Pflege. Und das ist gut so. Denn das Thema ist nicht einfach und wird leider immer noch oft tabuisiert. Dabei ist es relevant für jeden von uns. Man muss nicht soweit gehen wie Professor Raffelhüschen und behaupten, dass es nicht mehr die Frage ist, ob man Pflegefall wird, sondern nur noch wann und für wie lange!

Die Zahlen und Statistiken senden eine eindeutige Botschaft

  • Die Lebenserwartung steigt, wir werden immer älter, und damit steigt auch das Risiko, ein Pflegefall zu werden.
  • Bereits heute sind Pflegeeinrichtungen vielfach unterbesetzt, vor allem Fachkräfte werden händeringend gesucht.
  • Aufgrund der demographischen Entwicklung – immer mehr Alte – immer weniger Arbeitende, wird sich diese Situation verschärfen.

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Einen besonders drastischen Bericht veröffentlicht die Welt zur Frage, wie die Pflegerealtiät in Deutschland aussieht. Der Artikel ist lang, aber in seiner vollen Länge absolut lesenswert, er hinterlässt – zumindest bei mir – ein Gefühl der Beklemmung. Da ist die Rede von Gewalt gegen Patienten, weil die Pfleger sie zu hart anpacken. aber auch von Gewalt gegen Pflegekräfte von Patienten, die sich zum Teil nich mehr kontrollieren können. Und Angehörigen, die nicht wissen, wen sie glauben sollen und als letzten Ausweg, den Schritt zur Staatsanwaltschaft tun. Hoffentlich sind die beschriebenen Zustände eine Ausnahme und nicht die berüchtigte Spitze des Eisberges.

Es ist schlechter Stil und schlechte Beratung, wenn die Angst der entscheidenden Treiber für eine bestimmte Absicherung ist. Aber vielleicht hilft es angesichts der weit verbreiteten Verdrängungsszenarien auch mal, mit drastischeren Szenen konfrontiert zu werden, um sich mit der privaten Vorsorge im Pflegefall auseinander zu setzen.

Die Angebote der Versicherungswirtschaft sind zwischenzeitlich ausgereift. Neben des gesetzlich geförderten Pflege-Bahr, gibt es variable Angebote sowohl als Pflegetagegeld von privaten Krankenversicherern als auch Pflegerenten von Lebensversicherern.

Wer sich etwas umfasssender mit dem Thema beschäftigen möchte, dem kann ich zwei Dinge raten:

  1. Lesen Sie das Buch »Wundgelegen« von Oliver Bruns und Gerhard Schuhmacher, das auf knapp 100 Seiten einen kompakten Überblick bietet.
  2. Vereinbaren Sie online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen Termin mit einem unserer Consultants. dann können wir in Ruhe und ohne Tabus ihre persönliche Situation analysieren.

Foto: © antikarium – Fotolia.com

 

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