10.09.2013

Kategorie(n): Allgemein

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Unter dem Motto „Was droht Unternehmen nach der Wahl“ hatte „DIE WELT“ hat gemeinsam mit der UniCredit zum 1. WELT-UnternehmerForum eingeladen. Ziel soll es laut Thomas Exner, stv. Chefredakteur, und Lutz Diederichs, Vorstandsmitglied der UniCredit, sein, ein Forum für mittelständische Unternehmer zu schaffen, in dem man sich mit der Politik austauschen kann. Die Besetzung war hochkarätig, den Eröffnungsvortrag hielt Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des renommierten Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.

Auf dem Podium plätscherte die Diskussion ein bisschen träge dahin, keiner wollte dem anderen wirklich weh tun, es wurden die bekannten Wahlkampfthemen in relativer Ruhe und überraschender Einigkeit abgearbeitet: Energiewende (wollen alle), Eurorettung (den Euro will keiner abschaffen), sichere Rahmenbedingungen (wollen natürlich auch alle). Unterschiede gab es bei der Frage nach Steuererhöhungen. Ein bisschen Dynamik kam dank Dr. Eckhard Cordes auf. Der ehemalige Metrochef und Daimlervorstand, der heute dem Ostausschuss der deutschen Wirtschaft vorsitzt, forderte mehr Mut der Politik zu Wahrheit, was das Thema demographischer Wandel anbetrifft. Denn nur wenn Probleme klar benannt würden, wird an den Lösungen gearbeitet. Und Cordes nannte den demographischen Wandel die mit Abstand größte Herausforderung für Deutschland in den nächsten Jahren.

Er belegte das mit vielen bekannten Zahlen, aber auch mit einer Relation, die mir nicht so bewusst war und die für die Wirtschaft, deren Investitionsentscheidungen und für die Bedeutung Europas im allgemeinen eine hohe Bedeutung haben: Heute leben in Europa ca. 12% der Weltbevölkerung, vor 200 Jahren waren es ca. ein Drittel, 2050 werden es nur noch 5% sein. Auf die konkrete Nachfrage – auch aus dem Publikum – kamen von den Parteienvertretern vier Allgemeinplätze:

  1. Lebensarbeitszeit erhöhen
  2. Auf Wohlstand verzichten
  3. Zuwanderung erhöhen
  4. Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, was ggf. zu einer höheren Geburtenrate führen könnte.

Soweit so gut. Sehr ernüchternd wurde es allerdings, als versucht wurde, egal ob von Christiane Krajewski (SPD), Mitglied des Kompetenzteams von Peer Steinbrück, oder Dr. Josef Schlarmann, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU, wie das konkrete gehen soll. Um Cordes Aufforderung zum Mut zur Wahrheit zu folgen: Ich habe nicht das Gefühl, dass einer einen Plan hat. Ernüchternd.

Einzig bei der Thematik Lebensarbeitszeit, gibt es Schritte und konkrete Maßnahmen – Cordes forderte hier eine Koppelung des Renteneintrittsalters an die Entwicklung der Lebenserwartung. Mein Fazit nach diesem Abend:

  1. Ich werde weiter darüber schreiben. Denn das Thema ist zu wichtig, das dass man nicht darüber schreiben sollte.
  2. Ich werde meine Leser und die aktuellen und potenziellen Kunden von Hoesch & Partner immer und immer wieder einladen, Ihre Rente und ihren Ruhestand aktiv zu planen. Auch das kann für Sie auf der persönlichen Ebene ein Beitrag sein, den demographischen Wandel zu bewältigen – und zwar ein sehr wichtiger: Also vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen Termin  zur Renten- oder Ruhestandplanung.