04.09.2013

Kategorie(n): Buchvorstellung

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Gestern habe ich ja geschrieben, dass ich ein bisschen von der schottischen Gelassenheit mit in den Alltag retten will. Dafür habe ich Anregungen in einem Buch gefunden, das zwar nicht von einem Schotten geschrieben wurde, dass ich aber in Schottland gelesen habe.

Dieses Buch ist eine seltene Mischung aus Inspiration und Lebensnähe. Es macht keinen Hehl daraus, dass vieles in unserem Alltag Routine ist. Geschirr spülen, Wäsche waschen, Staubsaugen, Erkältet sein. Trotz allen technischen Fortschritts bleiben diese Dinge treue Begleiter, nicht selten sind sie Ursache für eine ordentliche Portion Frust. Dabei ist der Alltag weder peinlich noch kann er ignoriert werden. Er ist einfach da!

Das mag banal klingen, kann aber eine sehr hilfreiche Erkenntnis sein. Genauso wie die Tatsache, dass der Alltag anders als in Filmen und Fernsehserien zu einem guten Teil nicht spektakulär ist und er es auch nicht wird, wenn wir ihn mit ein bisschen dramatischer Musik unterlegen oder in ein bestimmtes Licht tauchen. Er ist einfach da, daran ändern auch unsere manchmal völlig anderen Erwartungen nichts.

Was für das Private gilt, gilt auch für unseren Berufs-Alltag. Routine, Handwerk, to-do-Listen. Auch hier ist der Alltag einfach da. Soweit ist das lebensnah, aber was ist inspirierend? 200 Seiten in ein paar Zeilen zusammen zu fassen, ist eine Herausforderung. Ich versuche es mit drei Punkten:

  1. Die Situation oder Aufgabe annehmen, egal wie komplex oder banal sie ist
  2. Kein Multitasking. Stattdessen bewusst eine Sache tun.
  3. Handwerklich saubere Arbeit machen, das ist immer unabdingbare Voraussetzung für Exzellenz und outstanding Moments.

Und dann ab und zu eine Tasse Tee trinken, frisch aufgebrüht – als bewusste Unterbrechung des Arbeitsalltags und als Alternativen zum ggf. abgestandenen Bürokaffee. Darüber hinaus ist der Tee gesünder als Rauchen und eine gute Ergänzung zu einem übertriebenem Kaffeekonsum (und das schreibe ich als Starbucksjünger).

Also das ist nicht kompliziert, aber die meisten guten Dinge sind einfach. Jetzt liegt es an Ihnen und mir, es einfach zu tun – und im Idealfall etwas gelassener zu leben.