19.08.2013

Kategorie(n): Allgemein

kuendigung-lebensversicherung

14 Milliarden Euro wurden im letzten Jahr von Lebensversicherungsgesellschaften an Kunden ausgezahlt, die ihre Verträge gekündigt haben. Das hört sich erst mal nach sehr viel Geld an, und das ist es auch. Zumal die wegen Kündigungen ausgezahlten Summen seit 2009 von 9 Milliarden auf eben genannte 14 Milliarden angestiegen ist. Andererseits ist die prozentuale Kündigungsquote von über vier Prozent auf weniger als 3,5% gesunken.

Unabhängig davon, ob das nun viel oder wenig ist, ist die Kündigung einer Lebensversicherung individuell betrachtet meist ein schlechtes Geschäft, das geben sogar Medien, Verbraucherschützer und Branchenkritiker zu. Die FAZ schreibt: „Dass die Kündigung einer Lebensversicherung fast nur Nachteile hat, ist offenbar nicht weit verbreitet.“ Da können wir doch heute mal einen Beitrag leisten, das allgemeine Versicherungswissen zu verbessern. Und auch meine geliebten Verbraucherschützer, haben laut WELT-Artikel eine überraschend realistische Einschätzung: „Verbraucherschützer warnen denn auch vor einer vorschnellen Kündigung… Sogar nach Kosten sind viele dieser Altverträge aus heutiger Sicht noch attraktiv“, sagt Niels Nauhauser, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Ohne Not kündigen sollten Verbraucher alte Verträge nicht.“ Also bleibt als Zwischenfazit mal festzuhalten, dass es keine Pauschalempfehlung sein kann, eine Lebensversicherung in jedem Fall zu kündigen. Grund dafür ist, dass es eben richtig schwierig bis nahezu unmöglich ist, bei hoher Sicherheit ein alternatives Investment mit ähnlicher Rendite zu finden. Natürlich kann man mit Anlagen, die einen höheren Aktienanteil haben, theoretisch höhere Renditen erzielen. Aber es kann auch geringer sein oder sogar Kapital verloren gehen.

Also beschäftigen wir uns mal mit der Frage, was in einer Notlage zu tun ist. Hier gibt es Alternativen zur Kündigung, die immer ultima ratio sein sollte:

Beitragsfreistellung: Damit kann man natürlich nur die laufende Beitragszahlung aussetzen und erzielt so eine geringere Liquiditätsentlastung. Das kann bei längerer Krankheit oder in Zeiten geringeren Einkommens wie Elternzeit eine sinnvolle Option sein.

Policendarlehen: Die meisten Versicherer geben – sofern ein bestimmter Policenwert vorhanden ist – ein Darlehen an den Versicherungsnehmer. Das heißt man bekommt einen Betrag ausgezahlt, den man tilgt und für den man auch Zinsen bezahlt, da der eigene Lebensversicherungsvertrag weiter verzinst wird. In der aktuellen Zinssituation sollte man aber durchaus überlegen, ob ein Ratenkredit nicht günstiger ist.
Teilauszahlung oder Teilkündigung: Manche Verträge bieten die Möglichkeit, sich einen Teil des vorhandenen Kapitals auszahlen zu lassen. Das heißt, der Vertrag bleibt bestehen und kann ggf. zu den gleichen, attraktiven Konditionen fortgeführt werden.

Verkauf der Police: Anstatt zu kündigen, kann der eigene Vertrag auch an einen Policenaufkäufer verkauft werden. Hier lohnt es sich in jedem Fall, ein Angebot einzuholen, da der gezahlte Betrag oft höher liegt als der Rückkaufswert der Versicherungsgesellschaft.

Sie sehen, es gibt Alternativen zur Kündigung. Und wenn es auch keine pauschale Lösung gibt, so kann ich doch eine pauschale Empfehlung aussprechen: Auch wenn die Kündigung einer Lebensversicherung im Raum steht, lohnt es sich, zuerst einem unserer Consultants zu sprechen. Eine Analyse der aktuellen Situation ermöglicht eine individuelle Lösung. Vereinbaren Sie einfach online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen persönlichen Beratungstermin. Denn Sie sollen wissen, dass die Kündigung der Lebensversicherung meist eine schlechte Lösung ist – und wie eine bessere Alternative aussehen kann.

Foto: © m-buehner – Fotolia.com

 

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