09.08.2013

Kategorie(n): Allgemein

handelsblatt-vetreter-packen-aus-teil4

Die Forderung ist nicht neu und wird in letzter Zeit öfter wiederholt. Ob sie dadurch besser oder richtiger wird, sei einmal dahingestellt. Die Forderung ist prägnant und plakativ und umfasst nur zwei Worte: „Provisionen verbieten“ In diesem Fall ist es Niels Nauhauser, Referent Altersvorsorge, Banken und Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, der diese Forderung erhebt. Weiter geht es: „Der Gesetzgeber solle sicherstellen, dass die Berater ausreichend qualifiziert seien, fehlerhafte Beratung müsste wirksam sanktioniert werden. Schlechte Beratung darf kein Geschäftsmodell mehr sein“, erklärt Nauhauser. „Der Gesetzgeber muss Provisionen in der Finanzberatung verbieten“.

Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon fast wieder lustig: Es ist gerade mal ein paar Jahre her, dass die Anforderungen an die Qualifikation der Vermittler neu definiert wurden, fehlerhafte Beratung ist sanktioniert – zumindest bei Maklern nach §93 HGB -, denn wir haften für unsere Beratung. Dann wird Provisionsverbot gefordert, Honorarberatung gefordert, aber gleich ergänzt, dass das alleine nicht reichen wird. Die Verbände der Versicherungswirtschaft weisen auf die Errungenschaft einer flächendeckenden Versorgung mit Versicherungsschutz hin. Das mag sich vielleicht banal anhören, ist aber sowohl volkswirtschaftlich als auch auf individueller Ebene nicht zu unterschätzen. Und dass das nicht selbstverständlich ist sieht man in Großbritannien. Dort ist seit Januar 2013 die Provisionszahlung für Renten-/Lebensversicherung und Fondspolicen verboten. Das Ergebnis? Die Anzahl der Vermittler und Berater ist drastisch zurück gegangen, der klassische Mittelstand hat niemanden mehr, der ihn berät. Zu den unerwarteten Folgen der Honorarberatung kommt die nächsten Tage ein extra Beitrag. Nun zurück zum Handelsblatt.

Die Verbände werden wie folgt zitiert: „Die sozialpolitische Bedeutung könne dabei gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“. Da ist was dran und wie viel, werde ich in dem gesonderten Beitrag zur Honorarberatung aufzeigen. Dann kommt noch ein Satz, der im Text steht ohne jede Bindung, Aussage offen: „Fakt ist: 248.000 registrierten Versicherungsvermittlern stehen aktuell nur 272 unabhängige Versicherungsberater gegenüber.“ Ich interpretiere mal: Wahrscheinlich will der Satz sagen, dass es so viel schlechte, provisionsgetriebene Vermittler und nur eine kleine Schar aufrichtiger, guter Versicherungsberater, die auf Honorarbasis arbeiten, gibt. Da stelle ich nur die Frage: Wenn die Versicherungsberater so viel besser sind, warum gibt es dann nicht zehntausende von Ihnen und warum rennen ihnen die Kunden dann nicht die Bude ein.

Dann komme ich an einen Punkt, dem ich mir nicht sicher war ob ich ihn erreiche. Ein Textabschnitt, den ich uneingeschränkt gut finde und voll unterschreiben kann. Den möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten: „Jedes Unternehmen kriegt den Vertrieb, den es verdient. Nur wenn die Vergütungssysteme es erlauben, sowohl dem Kunden eine bedarfsgerechte Produktauswahl zu ermöglichen als auch dem Berater bei einer seriösen Empfehlungsstrategie ein auskömmliches Einkommen zu sichern, arbeitet das Unternehmen nachhaltig an seinem guten Ruf.“ Und weiter: „Die Kunden sind schlau und pfiffig.“ Ja, das kann ich bestätigen, das sind Sie! Und wir lieben es mit solchen anspruchsvollen Kunden zu arbeiten. Dem ganzen Thema Vermittler tut eine differenzierte Betrachtung gut und auf diese Ebene kommt nun auch der Text: „Wie schaffen es angesichts solch fatalistischer Szenarien nun vermögende Kunden, den passenden Berater zu finden? Zunächst sollten sie wissen, dass sich nicht alle Vertriebler über einen Kamm scheren lassen. „Natürlich gibt es nicht den Vermittler“, erklärt Verbraucherschützer Kleinlein. „Es ist zum Beispiel ein großer Unterschied, ob ein hochqualifizierter Makler, der seit Jahrzehnten erfolgreich im Geschäft ist, seine Policen verkauft oder aber ob ein Nebenerwerbsvermittler mal im Kegelverein einen Riester-Vertrag platzieren möchte“. Kunden sollten sich Qualifikationen des Vertrieblers sowie Haftpflichtschutz nachweisen lassen. Wie bei guten Rechtsanwälten können Empfehlungen helfen.“

Danke, sehr wohltuend. Und hier liegt neben allen notwendigen Regulierungs- und Kontrollideen auch ein Teil der Lösungen. Empfehlungen und Bewertungen können viel zur Transparenz beitragen, wer Jahrezehnte am Markt ist, wen ein guter Freund empfiehlt oder wer hunderte positive Bewertungen hat, macht vielleicht nicht alles falsch und ist sogar als Versicherungsmakler ein seriöser und vertrauenswürdiger Geschäftspartner.

Das gibt mir Zuversicht für Hoesch & Partner: Wir sind seit 30 Jahren am Markt, wenn wir unser Geschäft analysieren, ist die Weiterempfehlung unserer Kunden einer der zentralen Aspekte wie wir Neukunden gewinnen und hunderte positiver Empfehlungen haben wir auch noch. Deshalb lade ich Sie ein, unsere Dienstleistung einfach zu testen. Vereinbaren Sie online oder telefonisch (069 – 71 70 7 – 540) einen Termin. Wir freuen uns für Sie tätig zu werden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.