08.08.2013

Kategorie(n): Allgemein

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Heute steht der Umgang mit Mitarbeitern im Vordergrund. Es gibt demnach die Schweine, die sich gewissenlos die Taschen voll machen und als zweite Gruppe die Aussteiger, die die Konsequenzen gezogen haben und entweder die Branche wechseln oder sich selbstständig machen, um ihr eigenes sauberes Ding zu machen. Und dann gib es noch die dritte Gruppe, sie wird wie folgt beschrieben:, Zitat „Der andere Vermittler-Typus sei sensibler. Diejenigen, die mit einer ordentlichen Einstellung antreten, aber mittlerweile auf der Couch des Psychiaters liegen, weil der Frust einfach grenzenlos ist. Vor allem ausufernde Bürokratie, sinkende Einkommen und die Gefahr, Provisionen noch fünf Jahre nach Abschluss bei einem Wechsel des Kunden zurückzahlen zu müssen, sollen die Kollegen belasten. Fast noch schlimmer sei ein Image unterhalb dem eines Zuhälters“.

Die armen Kollegen. Sorry, aber das hört sich schon wieder nach Opfer an. Warum machen die Leute das mit?Sie sind alle Erwachsen und selbstverantwortlich. Jeder, mit dem ich in der Branche rede, sagt mir, dass es sehr, sehr schwer sei, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Warum gibt es dann angeblich eine ganze Gruppe von Vertriebsmitarbeitern in der Finanzdienstleistungsbranche, die in ihren ach so furchtbaren Jobs gefangen sind, sich das alles gefallen lassen, psychologischer Behandlung bedürfen und nicht mehr ein noch aus wissen? Ehrlich, das verstehe ich nicht, weil es für mich nicht schlüssig ist. Mich drängt es geradezu zu schreiben: „Ihr Unzufriedenen, bitte bewerbt Euch bei Hoesch & Partner. Bei uns ist auch nicht alles Gold was glänzt, wir haben auch Mitarbeiter, die scheitern, aber wir geben unser Bestes, die Zukunft unserer Kunden, unseres Unternehmens und unserer Branche erfolgreich zu gestalten. Ein Klick zu den Karrieremöglichkeiten bei Hoesch & Partner.

Zurück zu den aufgeführten Argumenten, die Ursache für die Malaise dieser Gruppe sind:

Ausufernde Bürokratie: Korrekt. Vor allem die Vermittlerrichtlinie und die VVG-Reform haben hier ein mehr an Dokumentations- und Informationspflichten gebracht.

Sinkende Einkommen: Der durchschnittliche deutsche Versicherungsmakler ist 53 Jahre alt und erzielt 30.000 EUR Courtageeinnahmen, Tendenz sinkend. Das ist kein gieriges, überbordendes Salär, da stellt sich eher die Frage nach dem auskömmlichen Einkommen.

Fünf Jahre Provisionshaftzeit: Das ist ein Segen, denn es fördert die Qualität in der Beratung und unterbindet unsägliche Praktiken, wie das sogenannten „Umdecken von Privaten Krankenversicherungen“ nach ein oder zwei Jahren Vertragslaufzeit. Das bringt zwar neue Provision, aber die ursprüngliche Vergütung muss zum größten Teil wieder zurückgezahlt werden.

Fazit: Die Branche wandelt sich, vieles entwickelt sich auch durch notwendige Veränderungen in den gesetzliche Rahmenbedingungen zum Positiven. Hier seien nur Dokumentationspflicht, Compliance-Regelungen und verlängerte Provsionshaftungszeiten genannt. Wenn manche Marktteilnehmer mit diesen veränderten Rahmenbedingungen nicht klar kommen, werden sie über kurz oder lang den Markt verlassen. Das ist auch in einer sozialen Marktwirtschaft so. Und das ist in Ordnung. Und wenn alle Unzufriedenen, die unter ihren Arbeitsbedingungen leiden, konsequent Handeln und nicht mehr für diese Anbieter arbeiten, beschleunigt das die positive Entwicklung.