23.07.2013

Kategorie(n): Allgemein

sabbatical

Das Sabbatical hat es auf den dritten Titel der neuen Capital geschafft. Bemerkenswert für ein Thema, das vor ein paar Jahren noch komplett tabu war. Woran liegt diese Wandlung? Wie meist im Leben hat es viele Gründe, zwei seien hier stellvertretend genannt:

  1. Die Mitarbeiter um die 40 fahren seit Jahren Vollgas, Familie und Freunde haben gelitten, nun sind die Batterien leer.
  2. Die Generation Y drängt mit einem neuen Werte-Set in die Unternehmen: Karriere ja, aber nicht um jeden Preis. Zeit und Geld sind in einer anderen Balance, Raum für persönliche Entwicklungsmöglichkeiten wird selbstverständlich erwartet, nicht erst nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und auch nicht erst kurz vor dem Burnout.

Die in Capital geschilderten Fälle sind sehr unterschiedlich:

  • Der eigentlich unersetzliche Bahnmanager, der seine 19wöchige Auszeit als Pionier durchsetzen muss. Glücklicherweise hat er einen Chef, der das entgegen anderslautenden Ratschlägen unterstützt.
  • Die HP-Managerin, die 300 Tage Urlaub und Überstunden angesammelt hat. Aufgrund der innovativen Unternehmenskultur geht das einfacher.
  • Und dann ist da noch der frustrierte Daimlermanager, der bei einer Beförderung übergangen wurde.

Was ist ihnen allen gemeinsam? Sie wollten aus unterschiedlichen Gründen raus, alle sind ins Ausland gegangen, waren zwischen vier Monaten und zwei Jahren unterwegs. Das hat dann auch Auswirkungen auf die persönliche Versicherungssituation, hier einige Aspekte, die dann zu beachten sind:

Privathaftpflichtversicherung: Hier brauchte es neben einer weltweiten Deckung auch einen hochwertigen Versicherungsschutz. Wer sich ehrenamtlich in sozialen Projekten engagiert, sollte die Frage der Haftpflicht in jedem Fall im Vorfeld klären.

Krankenversicherung: Wer gesetzlich versichert ist, braucht auf jeden Fall eine extra Versicherung. Wer länger als sechs Wochen unterwegs ist, für den reicht die 9,90 Euro Variante aus dem Reisebüro nicht mehr. besonders bei Reisen in die USA und in Länder in Afrika oder Südamerika müssen die Reiseziele vorher detailliert angegeben werden, da davon die Beiträge abhängen. Hier sollte nicht gespart werden und auch auf Assistance-Leistungen wie Arztvermittlung und Rücktransport unbedingt Wert gelegt werden. ganz wichtig bei der Gestaltung des Versicherungsschutzes ist natürlich auch die Frage, ob das Arbeitsverhältnis und die Gehaltszahlung in dieser Zeit weiterläuft.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Ganz wichtig, dass dieser Schutz weiterläuft und auch eine weltweite Deckung enthält. Dazu ist ein genauer Blick in die Bedingungen notwendig.

Was sonst noch alles zu beachten ist z.B. Bei der Altersvorsorge, das klären wir gerne in einem persönlichen Gespräch.

Und wie ging es bei den in Capital portraitierten Protagonisten nach dem Sabbatical weiter? Sehr unterschiedlich! Der Bahnmanager findet in seinen Job zurück, die Abhängigkeit von ihm ist nicht mehr ganz so groß, da es eine Zeit auch ohne ihn ging. Der Daimlermanager passt nicht mehr in die alte Konzernwelt, nach vier Jahren kündigt er und ist nun selbstständig als Berater und Autor. Die HP-Managerin wird befördert, da das Unternehmen das Sabbatical als Erweiterung ihrer Kompetenzen sieht.
Wenn Sie ein Sabbatical planen, unterstützen wir Sie gerne bei allen versicherungstechnischen Fragen. Ansonsten lohnt sich die aktuelle Ausgabe von Capital oder wer es ganz professionell angehen will, kann sich auch einer entsprechenden Agentur bedienen.

Abschließen möchte ich mit den Fragen, die die HP-Managerin bewegt haben, ein Sabbatical zu machen: »Was ist das wichtigste in deinem Leben? Was macht dich glücklich? Was ist dein Lebenstraum? Über diese Fragen lohnt es sich in jedem Fall nachzudenken – mit oder ohne Sabbatical.