03.06.2013

Kategorie(n): Allgemein

fussball-rentner

Das denkt sich wohl Jupp Heynckes. Und das obwohl er mehr als 45 Jahre gearbeitet hat und damit mehr als der berüchtigte Eckrentner. Und sicherlich hat er es auch nicht mehr nötig. Weder vom Kontostand noch von den sportlichen Erfolgen.

Nach dem Gewinn des mystischen Triples gibt es de facto keine Steigerungsmöglichkeit mehr. Eher müsste man Angst haben, dass er den richtigen Zeitpunkt zum Ausstieg verpasst. Nichts wäre unwürdiger als ein weiteren Job bei einem großen Klub, der dann im Rausschmiss enden würde.

Egal wie Jupp sich entscheidet, faszinieren mich an Menschen wie ihm verschiedene Facetten:

  • Unabhängig davon wie genau Bild weiß, welche Übungen Jupp wie lange macht, ist klar, dass er in seine Gesundheit investiert. Das ist für ihn auch nicht so viel leichter als für andere. Klar hat er ein sportliches Umfeld, aber er hat auch einen stressigen Job.
  • Er hat immer noch hohe Ziele und einen großen Ehrgeiz. Nach der Vizetriple-Saison so zurück zu kommen ist sensationell und erfordert eine hohe Motivation.
  • Trotzdem strahlt er auch die Ruhe und Weisheit des Alters aus. Bei allem Ehrgeiz. Auch wenn man bei der Pressekonferenz nach dem CL-Finale gemerkt hat, dass ihn vielleicht doch das eine oder mehr wurmt als man denkt.

Auch wenn Jupp Heynckes nach eigenem Bekunden kein Vorbild sein will. Für mich ist er eins. und wenn ich mit 68 in einer solchen psychischen und physischen Verfassung bin, um so einen Job machen zu können, finanziell so unabhängig und trotzdem noch so viel Feuer in mir habe, dann werde ich mich hoffentlich nicht beklagen. Dann muss auch Rente mit 68 nicht sein.

Und wenn ich Jupp noch was wünschen darf, dann folgendes: Dass er nächstes Jahr im CL-Finale mit Real Madrid gegen Bayern gewinnt.

Foto: © DOC RABE Media – Fotolia.com

 

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