04.06.2013

Kategorie(n): Allgemein

buergerversicherung

Letzte Woche tagten die Vertreter der Ärzteschaft. Und zwar beim 116. Deutschen Ärztetag. Dabei wurde intensiv diskutiert, auch und vor allem über die Bürgerversicherung. Mit einem klaren Ergebnis: Die Ärzte wollen keine Bürgerversicherung wie von Rot-Grün im Falle einer Regierungsübernahme geplant.

Das führt zu deutlichen Reaktionen, die von Kritik bis zu schweren Vorwürfen reicht, bei der Opposition. Die Regierungsparteien von Schwarz-Gelb haben sich in Person von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und Gesundheitsexperte Jens Spahn (CDU) gleich als Redner auf dem Ärztetage gegen die Bürgerversicherung und pro Private Krankenversicherung positioniert.

Bemerkenswert finde ich, dass sich die Ärzteschaft mit einem eigenen Konzept, das Ärztepräsident Montgomery als »Ideen-Skizze« bezeichnete, in die Diskussion einbringt. Im allgemeinen Bla-Bla der pauschalen Forderungen und des grundsätzlichen Dagegenseins eine beachtliche Vorgehensweise. ich habe mich nur insoweit mit dem Konzept beschäftigt, dass ich hier einige wichtige Rahmendaten skizzieren kann:

  • Das zweigliedrige System aus Gesetzlichen und Privaten Kassen wird beibehalten.
  • Arbeitnehmer sollen unabhängig vom Einkommen einen Kopfbeitrag von ca. 150 EUR pro Monat bezahlen.
  • Der Arbeitgeberanteil soll bei 7,9% des Bruttogehaltes eingefroren werden.
  • Kinder sollen weiterhin beitragsfrei mitversichert sein. es soll aber ein aus Steuern finanzierter Beitrag pro Kind ins Gesundheitssystem geleistet werden.
  • Pro neugeborenem Kind sollen monatlich 100 EUR aus der Staatskasse als Altersrückstellung eingezahlt werden.
  • In der Privaten Krankenversicherung sollen zur Stärkung des Wettbewerbs die Altersrückstellungen auch bei Altverträgen vom Versicherten mitgenommen werden können.
  • Auch in der Privaten Krankenversicherung soll es einen Mindestversicherungsschutz geben, denn was viele nicht wissen: Hier gibt es Billigtarife, die weniger Leistung bieten als die gesetzliche Krankenversicherung.
  • Pauschal wurde dann eine Verbesserung der medizinischen Grundversorgung und Prävention bei sozial benachteiligten Menschen gefordert.

Fazit: Es bleibt spannend in der Krankenversicherung, gerade im Wahljahr. Damit Sie die richtige Wahl treffen können, empfiehlt es sich, ein Angebot für eine Private Krankenversicherung oder eine Zusatzversicherung einzuschließen. Die Consultants von Hoesch & Partner arbeiten gerne ein maßgeschneidertes Angebot aus. Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin.

Foto: © pix4U – Fotolia.com

 

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