13.06.2013

Kategorie(n): Allgemein

altersvorsorge-hartz-iv

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass man keiner Statistik glauben sollte, die man nicht selbst gefälscht oder mindestens selbst falsch interpretiert hat, dann erbringt ihn die Springer-Presse in diesen Tagen wieder. Und zwar in Reinform bei der Berichterstattung über eine aktuelle Veröffentlichung der Deutschen Rentenversicherung.

„Die Hälfte der Renten unter Hartz IV-Niveau“ verkauft sich wahrscheinlich auch besser als „Bericht der Deutschen Rentenversicherung liefert detailliertes Zahlenmaterial“. Fakt ist – aber das ist nicht neu -, dass die gesetzliche Rente für viele Rentner kaum mehr bietet als was zum Überlegen notwendig ist.

Nach einem Bericht der Deutschen Rentenversicherung der Ende letzter Woche veröffentlicht wurde, waren in 2012 im Schnitt 50% aller Erwerbsminderugs- und Altersrenten geringer als 700 Euro. Richtig ist, dass das weniger ist, als ein Hartz IV-Bezieher für Lebensunterhalt, Miete und Heizkosten bekommt. „Vergessen“ zu erwähnen wurde allerdings, dass in dieser Statistik auch alle Rentenbezieher berücksichtig sind, die

  • lange Zeit nur teilzeitbeschäftigt waren und dadurch geringere Beiträge eingezahlt haben, was im Ergebnis auch zu geringeren Rentenansprüchen führt.
  • eine bestimmte Zeit selbstständig waren und in dieser Zeit keine Beiträge eingezahlt und demzufolge auch keine Rentenansprüche erworben haben.
  • sich – betroffen sind vor allem Frauen, die sich im letzten Jahrhundert im stark verbreiteten klassischen Rollenmodell, ausschließlich um Kindererziehung und Haushalt gekümmert haben und somit keine eigenen Ansprüche erworben haben.

Immerhin zieht »Die Welt« in ihre Betrachtung mögliche weitere Einkünfte mit ein: „Etliche Ruheständler, etwa Menschen, die lange Zeit ihres Lebens selbstständig gearbeitet haben, beziehen oftmals zusätzlich private Renten, die in den Zahlen ebenso wenig berücksichtigt sind wie Einnahmen aus Vermietung oder Pensionen von Beamten.

Nichts desto trotz bleibt die Erkenntnis – und das ist nun wirklich gar keine Überraschung, dass es ohne private und betriebliche Vorsorge nicht geht und zwar weder für den Fall der Berufsunfähigkeit noch für einen finanziell sorgenfreien Ruhestand. Dehalb zwei Empfehlungen:

  1. Eine ordentliche Berufsunfähigkeitsabsicherung ist im ersten Schritt noch wichtiger als Vorsorge für´s Alter. Das haben wir vorgestern ausführlich schriftlich erörtert.
  2. Informieren Sie sich über die Chancen von Riester, Rürup und betrieblicher Altersvorsorge. Vater Start bietet hier durch Zulagen und steuerliche Vorteile ordentlich Unterstüzung.
  3. Da beide Themen sowohl inhaltlich anspruchsvoll als auch für ihr weiteres Leben von großer Bedeutung sind, lohnt es sich definitiv, zwei Stunden in einen Beratungstermin zu investieren. Einfach online anfordern oder direkt telefonisch vereinbaren 069 – 71 70 7 – 540

Wenn Sie sich diese Zeit nehmen, dann verlieren die sensationsheischenden Schlagzeilen der Springer-Presse ihren Schrecken und sie genießen einen finanziell sorgenfreien Ruhestand.

Foto: © matthias21 – Fotolia.com

 

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