22.04.2013

Kategorie(n): Allgemein

beate-sander

Manchmal meint es das Leben gut mit einem: Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und man trifft inspirierende Leute. So geschehen letzten Mittwoch als ich im ICE von Stuttgart nach Frankfurt unterwegs war: Der Speisewagen ist relativ leer, ich setze mich an einen Tisch zu einer Dame, die ich vielleicht auf 55 bis 60 schätze. Wie ich später erfahre, frühstücke ich mit Beate Sander, sie ist seit letzten Mittwoch meine Heldin der Demographie. Warum? Lesen Sie selbst.

Sie genießt gerade ihr Frühstück, ich wünsche ihr einen guten Appetit und stelle mir halblaut selbst die Frage, welches Frühstück ich wählen sollte. Daraus entspinnt sich ungefähr folgende Konversationen.

BS: Nehmen Sie das Boulevardfrühstück, das ist sehr lecker.

OM: Nein, das ist mir zu groß.

BS: Ich habe die ganze Nacht durchgearbeitet, da habe ich das heute gebraucht.

OM: Oh, wow! Was machen Sie denn beruflich?

BS: Börsenberichterstattung, ich bin gerade auf dem Weg nach Göttingen zu einem Kunden. Nächste Woche bin ich in München. Im Moment ist viel los, da Berichtssaison ist.

OM: Wie viel arbeiten Sie denn?

BS: Meistens sind es mindestens 80 Stunden pro Woche, selten weniger. Im Moment eher hundert, da viel zu tun ist. Neben der Börsenberichterstattung schreibe ich ein Buch pro Jahr.

OM: Respekt! Darf ich Ihnen mal eine ganz unverschämte Frage stellen? Wie alt sind Sie denn?
BS (lächelt): Sehr alt.

OM: Verraten Sie es mir etwas genauer?

BS: 75.

OM (um Fassung ringend): Wow, Kompliment. Sie sind ein echtes Vorbild für mich. Darf ich Sie fotografieren, da ich gerne in meinem Blog über unser Gespräch schreiben möchte.

BS: Nein, das ist zu unprofessionell. Sie können bei amazon meinen Namen eingeben, da finden Sie meine Bücher.

OM (mit zitternden Händen das Ipad greifend): Verraten Sie mir noch den Titel eines Ihrer Bücher.

BS: Brauchen Sie nicht, mein Name reicht. Ich hole Ihnen von meinem Platz noch schnell ein paar Unterlagen zu meinen Büchern.

Wir haben dann noch ein bisschen über Beate Sanders Bücher geplauscht. Schließlich hat sie sich verabschiedet und mit einen schönen Tag gewünscht mit den Worten: „Ich gehe zu meinem Platz zurück und arbeite noch ein bisschen weiter.“

Da saß ich nun mit großen Augen, einem offenen Mund und fragte mich, ob das ein Traum, eine Erscheinung oder Realität war. Ich kann Ihnen versichern, es war real und je mehr Leuten ich davon erzähle, desto begeisterter bin ich. Vielleicht muss es nicht sein, mit 75 noch 80 Stunden zu arbeiten. Aber es war einfach begeisternd zu sehen, wie engagiert und zupackend Beate Sander ihrer Arbeit nachgeht. Da sollte es doch auch mit der Rente mit 67 oder 69 klappen, oder? Wenn Sie früher mit arbeiten aufhören möchten, vereinbaren Sie einen Termin zur Rentenplanung bei Hoesch & Partner. Wir sagen Ihnen wie alt Sie mit dem vorhandenen Geld werden dürfen, wie viel Geld sie brauchen, wenn Sie mit 60 aufhören wollen oder ob Sie besser mit 75 auch noch arbeiten.

 

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